Global Brain: Social Network schützt User-Daten

Global Brain ist ein neu gegründetes soziales Netzwerk, dessen Erfinder Wolfgang Pinegger sich mit den ganz Großen der Branche anlegt. [...]

Global Brain: Social Network nimmt Datenschutz ernst. (c) SP-PIC - Fotolia.com
Global Brain: Social Network nimmt Datenschutz ernst.
Global Brain soll wie Facebook, Twitter und Xing funktionieren, dabei jedoch großen Wert auf die Anonymität seiner Nutzer legen und ohne die Weitergabe von User-Daten überleben können. Sicherstellen soll das unter anderem eine dicke Finanzspritze.

„Ich glaube, die Zeiten sind vorbei, in denen neue Unternehmen mit Facebook und Co. mithalten können. Alles, was jetzt noch an sozialen Netzwerken hinzukommt, wird an diese Größe und Relevanz nicht mehr heranreichen. Potenzial haben solche neue Plattformen, die eine ganz bestimmte Zielgruppe ansprechen“, zweifelt Social-Media-Experte Günter Jaritz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext.

Das soziale Netzwerk bietet die gewohnten Funktionen wie das Posten von Beiträgen, Verlinken von Websites, Erstellen von User-Profilen und Chatten mit Freunden. Zusätzlich kann die Seite auch zur Erstellung von Petitionen genutzt werden. Mehrwert liefert Global Brain mit vielen Echtzeit-Statistiken zu beispielsweise der Anzahl der täglichen Geburten, jährlichen Verkehrsunfällen oder gerauchten Zigaretten. Auch die neuesten Nachrichten und Meinungsforschungsergebnisse sind auf der Startseite zu finden.

Finanziert werden soll das soziale Netzwerk über Anzeigenerlöse und Abo-Angebote. Außerdem haben Unternehmen die Möglichkeit, sich auf eigenen Seiten wirksam zu präsentieren. Damit soll sichergestellt werden, dass die Seite liquide bleibt, ohne User-Daten an Dritte weiterzugeben.

Dass Pinegger mit einer achtstelligen Privatinvestition geholfen hat, schadet dem Unternehmen wohl ebenfalls nicht. „Die Frage ist, wie viele Unternehmen hier investieren wollen. Gerade wenn es Alternativen gibt. Online-Werbung ist ja gerade sehr zielgerichtet – ohne bestimmte User-Daten läuft die wohl großteils ins Leere“, kommentiert Jaritz die Strategie und ergänzt: „Als Privatperson unterstütze ich den Schutz meiner Daten, aus unternehmerischer Sicht verschließt sich die Plattform damit aber der Wirtschaft.“

Das hochgesteckte Ziel des Gründers ist es, in Zukunft kluge Köpfe auf der ganzen Welt zu vernetzen, um gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu weltumspannenden Problemen zu arbeiten. Das Netzwerk ist global ausgerichtet und kann im Moment in 20 Sprachversionen und 230 Ländern genutzt werden. Bisher verzeichnet Global Brain 15.000 Nutzer täglich. (pte)


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