Google löscht Chrome Anwendungen auf Mac, Windows und Linux

Drei Jahre nach der Einführung spezieller Apps, die innerhalb des Chrome-Browser ausgeführt werden, kündigte Google auch schon wieder die Einstellung dieses Services bis zum Jahr 2018 an. [...]

Bis zum Jahr 2018 will man die Apps für den Chrome-Browser nicht mehr anbieten. (c)
Bis zum Jahr 2018 will man Apps für den Chrome-Browser nicht mehr anbieten.
Die Apps sollten ursprünglich die Möglichkeit bieten, neue Funktionen zu integrieren, die sonst nicht im Internet verfügbar sind. Chrome-Browser-Anwendungen gaben Entwicklern zudem die Möglichkeit, Cross-Plattform Apps zu schreiben, welche auf Windows, Mac, Linux und Chrome OS lauffähig sind.
Die Apps gibt es in zwei Varianten: gehostete Anwendungen welche installierbare Webanwendungen sind, und Packaged Apps, die in etwa mit traditionellen Apps aus dem iOS App Store oder Google Play vergleichbar sind.
Entwickler haben nun ein einhalb Jahre Zeit, um ihre Anwendungen aus dem Chrome-Browser zu migrieren. Für gehostete Anwendungen ist dies keine allzu große Sache, da ihre Funktionen im Web verfügbar sind. 
Für Packaged Apps müssen sich Entwickler etwas Neues überlegen. Google empfiehlt ein Quartett von Alternativen: Web-Apps, Extensions, Extension-enhanced web pages and Native Apps. Für letztere schlagen sie Entwicklern Technologien wie Electron oder NW.js vor. Diese erzeugen Anwendungen welche auf Desktop-Betriebssystemen lauffähig sind.
Die Argumentation hinter der Entscheidung von Google ist ziemlich klar: Web Technolgogien haben sich in den letzten Jahren derart verbessert, dass sie auf den meisten Webseiten direkt verfügbar sind. Inzwischen nutzen nur mehr etwa ein Prozent der Nutzer Chrome Packaged Apps auf Windows, Mac oder Linux.
Die Abschaltung wird schrittweise vor sich gehen. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 2017 wird der Chrome Web Store keine Apps für die Nutzer auf den betroffenen Plattformen mehr anzeigen. Im Frühjahr 2018 werden Chrome-Apps auf Windows, Mac und Linux nicht mehr funktionieren.
*) Der Autor ist Redakteur des IDG NEWS Service.
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