Großteil der Kinder erkennt Fake News nicht

Fast die Hälfte der jungen Menschen im Alter von acht bis 16 Jahren findet Nachrichten wichtig. Doch nur ein Drittel meint, Fake News erkennen zu können, während ein weiteres Drittel eben das ausschließt. [...]

Kinder und Jugendliche sind von der Informationsflut im Netz überfordert. © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
Kinder und Jugendliche sind von der Informationsflut im Netz überfordert. © Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Zu diesem Ergebnis kommen australische Forscher. Demnach vertrauen Kinder und Jugendliche vor allem „sehr“ den News, die sie von ihren Eltern erfahren. Nur 23 Prozent schenken Nachrichtenmedien derart hohes Vertrauen. Sowohl die Befragung als auch ihre Ergebnisse zeigen Ähnlichkeiten zu einer US-Studie vom März 2017.

Das Team der Western Sydney University , Queensland University of Technology und der Kinder-Zeitung „Crinkling News“ hat für die Studie 1.000 junge Australier befragt. 44 Prozent davon finden es wichtig, Nachrichten zu folgen. Doch nur 27 Prozent der Kinder (acht bis zwölf) und 42 Prozent der Teens (13 bis 16) glauben, dass sie bewusst irreführende Fake News auch als solche erkennen können. 30 (Kinder) beziehungsweise 34 (Teens) Prozent hingegen denken nicht, dass sie wissen, wie man das überhaupt macht. Der Rest ist sich unsicher, ob sie die Falschmeldungs-Spreu vom Nachrichten-Weizen trennen könnten.

Dabei wäre das wichtig, denn mehr als die Hälfte der Teens und 31 Prozent der Kinder finden News auf Facebook. Bei der jüngeren Zielgruppe hat damit YouTube unter den sozialen Medien die Nase vorn, hier konsumiert knapp mehr als ein Drittel der Kids Nachrichten. Merkwürdigerweise hat die Studie nicht erfasst, wie stark junge Menschen den sozialen Medien als Nachrichtenquelle vertrauen, sondern den Vergleich auf Eltern, Freunde, Lehrer und Nachrichtenmedien beschränkt. „Sehr hohes“ Vertrauen genießen dabei Eltern (58 Prozent), während nur ein Viertel der Teens und ein Fünftel der Kids Medien so hoch bewerten. Immerhin lassen diese im Vertrauens-Ranking die Freunde hinter sich.

US-Ähnlichkeiten festgestellt
Wie die Forscher betonen, waren viele ihrer Fragen an eine US-Studie angelehnt, die Common Sense Media im März 2017 veröffentlicht hat. Auch in den USA hat knapp die Hälfte der jungen Menschen Nachrichten als für sie wichtig eingestuft, doch auch dort glaubt nur die Minderheit, Fake News erkennen zu können – wenngleich die Zuversicht mit 44 Prozent doch höher ist als in Australien. Auch in der US-Studie waren die Eltern die Nachrichtenquelle, der Kinder am ehesten „sehr“ vertrauen (66 Prozent), während Nachrichtenmedien ebenfalls nur bei etwa einem Viertel ein derart hohes Vertrauen genießen.

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