Großteil digitaler Projekte in Europas Einzelhandel „von fraglichem Nutzen“

Laut der Studie "Der digitale Drahtseilakt" von Fujitsu hat ein Viertel der Einzelhändler keine klare Digitalisierungsstrategie. [...]

Der digitale Drahtseilakt (c) Fujitsu
Der digitale Drahtseilakt

Laut der aktuellen Studie „Der digitale Drahtseilakt“ von Fujitsu fehlt den meisten Einzelhändlern eine klare Digitalisierungsstrategie. Zwar sind sich die Einzelhändler in den europäischen Ländern weitgehend einig, dass die digitale Transformation entscheidend für den zukünftigen Unternehmenserfolg ist. Jedoch zeigt sich mit 83 Prozent die überwältigende Mehrheit skeptisch, dass sie ihre entsprechenden Investitionen wirklich zielführend einsetzt. Fast drei Viertel der Einzelhändler haben derzeit das Gefühl, der Entwicklung hinterherzuhinken. Dabei müssten sie gerade jetzt besonders schnell sein und ihren Kunden neue digitale Möglichkeiten bieten. Dabei geht es vor allem um die umfassende Prozessintegration von Online-Auftritt, physischem Geschäft und zentralen Anwendungen der Händler.  

„In Zeiten, in denen die analoge und die digitale Welt immer stärker zusammenwachsen, wird das vernetzte Ladengeschäft zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil für den Einzelhandel“, erklärt Richard Clarke, Global Retail Director for Strategy & Business Development bei Fujitsu. „Retailer stehen unter starkem Druck, ihr Angebot und ihre Prozesse jetzt zu digitalisieren. Unsere Umfrage zeigt aber, dass vier von fünf Einzelhändlern das selbst vorgegebene Tempo bei der digitalen Ausrichtung nicht halten können. Mit fatalen Folgen: Sie sind weniger agil, haben höhere Kosten, die sich auf Preise und Umsätze niederschlagen, und können ihren Kunden einfach nicht das bieten, was diese inzwischen erwarten.“   

DAS JAHR DER DIGITALEN TRANSFORMATION

Das Jahr 2016 gilt bei Branchenexperten als Jahr der digitalen Transformation. Laut IDC („IDC FutureScape: Worldwide Digital Transformation 2016 Predictions“) werden bis zum Jahr 2018 etwa 80 Prozent der europäischen B2C-Unternehmen ihren Kunden ein Omnichannel-Angebot machen können. „Eine einfache Homepage oder ein Online-Shop reichen da nicht mehr aus“, so ein befragter CEO. Der Kunde will frei entscheiden, wann er welchen Vertriebskanal nutzt. Obwohl weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass die digitale Transformation Auswirkungen auf den Umsatz hat, da sie das Einkaufserlebnis des Kunden und die Effizienz beeinflusst, weisen die Ergebnisse der Fujitsu-Studie auf erhebliche Diskrepanzen hinsichtlich der strategischen Prioritäten für digitale Projekte hin:

  • Nur ein Drittel der Befragten meint, dass ihr Unternehmen wirklich auf eine digitale Priorisierung eingestellt ist.
  • Die befragten Führungskräfte sehen die Hauptverantwortung für die digitale Transformation bei sehr unterschiedlichen Funktionsträgern – nur ein Viertel sieht den CEO in der Pflicht.
  • Ein Drittel der teilnehmenden Geschäftsführer glaubt, dass bereits zu viel Geld in die Digitalisierung investiert wurde.
  • Lediglich ein Viertel der Befragten glaubt, genau das Richtige zu tun.

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