Hacker-Nachwuchstalente gesucht

Das Team der Cyber Security Challenge Austria sucht erneut nach den besten Hacker-Nachwuchstalenten Österreichs. Die klügsten Köpfe qualifizieren sich für das Nationalteam und vertreten Österreich Mitte Oktober beim internationalen Finale – der European Cyber Security Challenge – in der Schweiz. Das Ziel ist die Titelverteidigung. [...]

(c) lassedesignen - Fotolia.com

Am 4. Mai startete die Qualifizierungsphase der http://www.verbotengut.at/ - external-link>Challenge. Noch bis 3. August 2015 stellen über 500 Schüler und Studenten ihr Können unter Beweis. Es gilt, knifflige Herausforderungen in den Kategorien Web, Crypto, Reverse Engineering, Exploitation und Forensik besonders schlau zu lösen. Wer es in den Kreis der erfolgreichsten zehn Schüler und zehn Studenten schafft, zieht Mitte September in das nationale Finale im Wiener Rathaus ein und bekommt die Chance, sich Arbeitgebern und Expertenen der Cyber Security-Branche zu präsentieren.

VERTEIDIGUNG DES EUROPAMEISTER-TITELS
Die fünf besten Schüler bzw. Schülerinnen und fünf besten Studenten bzw. Studentinnen der nationalen Ausscheidung qualifizieren sich für das Nationalteam und vertreten Österreich Mitte Oktober beim internationalen Finale – der European Cyber Security Challenge – in der Schweiz. Die Macher wünschen sich, dass der Erfolgskurs, den das österreichische Team mit seinem Sieg im letzten Jahr eingeschlagen hat, dieses Jahr fortgesetzt wird. Die rot-weiß-roten Nachwuchs-Hacker messen sich diesmal mit Teilnehmen aus Deutschland, der Schweiz, Spanien, England, Rumänien und Österreich.

Die Cyber Security Challenge Austria wurde von Cyber Security Austria (CSA) und dem Abwehramt entwickelt. Sie findet dieses Jahr das vierte Mal in Folge statt und konnte sich in dieser Zeit nicht nur auf nationaler, sondern auch internationaler Ebene einige Lorbeeren verdienen. Das Challenge-Konzept wird als europäisches Best Practice-Beispiel gehandelt und wurde von der ENISA (Europäische Agentur für Netzwerk Sicherheit) aus diesem Grund auch als Vorlage für die Gestaltung des europäischen Wettbewerbs ausgewählt.

SPASS UND MEHRWERT
Die hohen Teilnehmer-Zahlen der letzten Challenges wie auch die Tatsache, dass viele der Hacker-Talente über mehrere Jahre hinweg immer wieder mit von der Partie sind, zeugen auch vom Spaßfaktor der Challenge. So steht z.B. auch für Daniel Marth, mehrfachem Finalisten der Cyber Security Challenge Austria, längst fest, dass auch er heuer wieder beim Wettbewerb dabei sein wird. Er ist 21 Jahre alt, studiert an der TU Wien Informatik und arbeitet parallel als Softwareentwickler. Er hat bereits drei Mal an der nationalen Cyber Security Challenge teilgenommen und http://www.computerwelt.at/news/technologie-strategie/security/detail/artikel/103468-cyber-security-challenge-stoebert-it-security-talente-auf/ - external-link>im Jahr 2014 mit dem österreichischen Team den Sieg beim europäischen Wettbewerb erzielt.

Daniel Marths Beweggründe, sich zu beteiligen: „Mir gefällt es, dass man die Möglichkeit erhält, mit vielen verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten. Außerdem kann man sich bei einer derartigen Veranstaltung auch gut präsentieren. Der Wettbewerb findet immer im Zuge der IKT-Konferenz statt, bei der viele Firmen aus der Branche anwesend sind. Das ist natürlich eine gute Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen. Die Top 25 der Schüler und auch der Studenten qualifizieren sich nämlich für das Center of Excellence. Dort erhält man Einladungen zu Events an Fachhochschulen und Universitäten und zahlreiche Chancen, um sich mit den Vertretern der österreichischen Sicherheitsindustrie zu vernetzen.“

Die Motive der Veranstalter wiederum, die Challenge intensiv weiter voranzutreiben und zu entwickeln, sind mittlerweile vielschichtig – so Paul Karrer, der Vorstand der CSA: „Neben der eigentlichen Talentsuche geht es uns vor allem auch darum, dem Umfeld dieser jungen Talente Vorbehalte zu nehmen und das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass diese Qualifikation wertvolle und dringend benötigte Ressource für unsere Gesellschaft ist.“

Dieses Argument unterstreicht auch Joe Pichlmayr, Mitinitiator der CSA-Challenge und Inhaber der IT-Security-Software-Firma Ikarus: „Eines ist klar: Mit der zunehmenden Digitalisierung sämtlicher Bereiche unseres Lebens, Lernens und Arbeitens werden erstklassige Kompetenzen im IT-Security-Sektor immer entscheidender. In diesem Sektor braucht Österreich die Besten der Besten und durch Konzepte, wie jenes der CSA-Challenge, fördern und finden wir diese gezielt. Uns ist einfach klar, dass die schlausten Nachwuchs-Hacker von heute, die genialsten Cyber Security-Experten von morgen sind – und die werden wir in unserer immer digitaler werdenden Welt so dringend brauchen wie einen Bissen Brot!“ (pi)

Werbung

Mehr Artikel

Auf Einladung von Huawei Technologies Austria besuchten auch mehr als 30 Partner und Kunden von mehr als 15 österreichischen Kooperationsunternehmen das Fach-Event in Shanghai. (c) Huawei
News

Huawei Connect 2018: Mit KI zur Smart City

Mitte Oktober 2018 fand in Shanghai die Technologie-Fachmesse „Huawei Connect“ mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und smarte Stadtentwicklung statt. Mehr als 30 Kunden und Partner von rund 15 österreichischen Kooperationsunternehmen folgten der Einladung von Huawei Austria und erhielten tiefe Einblicke in die neuesten Technologien – von der „Reisinnovation“ bis zum urbanen Nervensystem. […]

Ein Feldexperiment mit 430 Studenten zeigt von Frauen häufig aufopferndes Verhalten als große Motivationsstütze. (c) pixabay
News

Chefinnen bringen Teams zu Höchstleistungen

Frauengeführte Arbeitsgruppen erzielen bessere Prüfungsergebnisse. Trotzdem beurteilen männliche Team-Mitglieder die Führungsleistung von Frauen schlechter. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in ihrer neuen wissenschaftlichen Erhebung. […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.