Handel braucht Kompromiss zwischen Innovation und Qualität

Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen in der Handelsbranche sagt, dass der Bedarf an digitalen Innovationen die Customer Experience gefährdet. Im Durchschnitt veröffentlichen Handelsunternehmen zwei Software-Updates pro Arbeitsstunde, um mit dem Wettbewerbsdruck und den sich schnell verändernden Anforderungen Schritt zu halten. [...]

Zu schnelle Innovationen im Handel gefährden laut Dynatrace Kundenzufriedenheit. (c) pixabay
Zu schnelle Innovationen im Handel gefährden laut Dynatrace Kundenzufriedenheit. (c) pixabay

Dynatrace hat dazu eine weltweite Befragung von 219 CIOs aus der Handelsbranche in Auftrag gegeben. 91 Prozent der befragten CIOs sagen, sie müssen künftig Software–Updates noch schneller herausbringen. Doch die höhere Geschwindigkeit hat auch Nachteile: Fast zwei Drittel (60 Prozent) der Befragten geben zu, dass sie einen Kompromiss zwischen schneller Innovation und der Gewährleistung einer exzellenten Software Experience finden müssen.

„Jedes Unternehmen ist heute ein Software–Unternehmen, auch in der Handelsbranche“, sagt Andreas Grabner, DevOps Activist bei Dynatrace. „Marktführer veröffentlichen jede Sekunde zahlreiche Software–Updates, um die Customer Experience zu verbessern. Daher basiert der moderne Ansatz zur Bereitstellung von Software auf agilen, schnellen Entwicklungszyklen sowie dynamischen Multi-Cloud-Umgebungen. Doch Käufer erwarten, dass die neuen E-Commerce-Funktionen und Updates perfekt funktionieren. So ist es eine Herausforderung für die IT-Teams in der Handelsbranche, eine schnelle Bereitstellung während der Migration zu einer Cloud-nativen Architektur ohne Beeinträchtigung der User Experience zu gewährleisten.“

Die neue CIO–Umfrage zeigt die Herausforderungen für Unternehmen bei der Steigerung ihrer Agilität und Geschwindigkeit auf. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören:

  • Cloud ermöglicht Agilität, aber CIOs im Handel kämpfen mit
  • Der Gewährleistung, dass die Performance der Software nicht beeinträchtigt wird (63 Prozent)
  • Dem Nachweis, ob die Cloud–Migration der Anwendung auch die gewünschten Vorteile gebracht hat (55 Prozent)
  • Der Feststellung, ob sich eine Anwendung für die Cloud eignet (51 Prozent)
  • Der Anpassung herkömmlicher Applikationen an die Cloud (43 Prozent)
  • Der Sicherstellung, dass die User Experience während der Migration nicht beeinträchtigt wird (49 Prozent)

78 Prozent der CIOs im Handel sagen, dass es in ihrem Unternehmen bereits Verzögerungen bei IT-Projekten gab, die sich durch einfachere Zusammenarbeit von Entwicklungs- und Betriebs-Teams hätten vermeiden lassen. Die häufigsten Probleme bei der Digitalen Transformation sind demnach:

  • IT–Ausfälle durch externe Ursachen (47 Prozent)
  • IT–Ausfälle durch interne Veränderungen (50 Prozent)
  • Verbesserung von mangelhaftem Programmcode, der zu schnell entwickelt wurde (45 Prozent)

„Eine Herausforderung für alle Händler ist die ganzheitliche Sicht auf die DevOps Pipeline – vom Code bis zur Nutzung“, so Grabner. „Handelsunternehmen möchten ihre Software-Entwicklung automatisieren und integrieren, um neue Versionen schneller, mit höherer Qualität und weniger Aufwand herauszubringen. Künstliche Intelligenz spielt eine immer größere Rolle bei der Reduzierung manueller Aufgaben, um bessere Software zu entwickeln, sie schneller zu installieren und perfekte Nutzungsmöglichkeiten über die gesamte Customer Journey zu bieten.“

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