Handy-Hack per Kopfhörerkabel

Befindet sich im Smartphone ein Klinkenkabel im dazugehörigen Slot, kann das Handy ferngesteuert werden – dank Siri & Co. [...]

Mit dieser Konstruktion gelang der Hack (c) ANSSI
Mit dieser Konstruktion gelang der Hack
Französische Sicherheitsforscher von ANSSI haben einen weiteren Weg gefunden, aus der Ferne in Smartphones einzudringen und diese zu kontrollieren. Einzige Voraussetzung: Eine Freisprechvorrichtung muss am Gerät eingesteckt sein. Also ein Kopfhörer mit integriertem Mikrofon, angeschlossen am gewöhnlichen 3,5-mm-Klinkenport.

Das Kabel diente den Forschern im Versuch als Instrument. Dieses überträgt Signale auf einer bestimmten Frequenz, die von den Testern abgefangen werden konnten. Sie imitierten diese Signale und sendeten diese ihrerseits an das Smartphone. Das Smartphone interpretierte die Signale als vom Kopfhörer kommend.

An diesem Punkt kommen die Sprachassistenten wie Siri oder Google Now ins Spiel – denn diese können ja per Sprache ferngesteuert werden. Mit dem getesteten Verfahren war es den Forschern so möglich, Kontakte aus dem Smartphone-Telefonbuch anzurufen, Nachrichten zu versenden oder Malware-verseuchte Websites zu besuchen. Lediglich in der Distanz waren die Forscher eingeschränkt: Bei mehr als 5 Metern Entfernung zum Gerät funktioniert die Methode bereits nicht mehr fehlerfrei.

* Florian Bodoky ist Redakteur der PCtipp.


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