Hannover Messe: 3D-Scanstraße für automatisierte Digitalisierung

3D-Modelle von Objekten können Onlineshops bereichern. 3D-Scans sind jedoch aufwendig und kostenintensiv. Das Fraunhofer IGD präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe Industrie eine Lösung für die massenhafte Digitalisierung von 3D-Objekten. [...]

Scanstraße CultLab3D (c) Fraunhofer IGD
Scanstraße CultLab3D

Inhaber von Onlineshops sind auf Bildmaterial angewiesen. Fotos im Internet zeigen den Kunden wie das zu bestellende Produkt aussieht. Das ist aber oft eine sehr oberflächliche Einschätzung. Wenn man einen Gegenstand stattdessen aus dem virtuellen Regal nehmen und von allen Seiten als 3D-Modell betrachten kann, dann hat das für den Kunden Vorteile. Damit sich so ein 3D-Onlineshop realisieren lässt, müssen die Objekte zunächst eingescannt werden. „Mit der vollautomatisieren Scanstraße http://www.cultlab3d.de/ - external-link>CultLab3D ist dies wirtschaftlich und schnell möglich“, erklärt Pedro Santos vom http://www.igd.fraunhofer.de/ - external-link>Fraunhofer IGD.

Santos und sein Team haben die Scanstraße ursprünglich für die Digitalisierung von Kulturartefakten entwickelt. Bei den Abermillionen von Artefakten, die in Museen bewahrt werden, ist die übliche Erfassung mit von Hand positionierten 3D-Scannern nicht zu bewältigen und nahezu unbezahlbar. In den vergangenen drei Jahren entstand mit CultLab3D eine Möglichkeit, kleine bis mittlere Objekte vollautomatisch zu digitalisieren. Die Kulturartefakte oder Produkte werden hierzu auf ein Plexiglastablett gestellt und von einem Förderband zur ersten Scanstation gefahren. Dort erfassen an einem beweglichen Kamerabogen und unterhalb des Tabletts installierte Industriekameras das Artefakt mit einer Vielzahl von hochauflösenden 2D-Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln.

Aus diesen Aufnahmen kann bereits ein erstes 3D-Modell errechnet werden. Das Verfahren nennt man Fotogrammetrie. Auf Basis dieses ersten Modells arbeitet an einer zweiten Station der Scanstraße ein intelligenter Roboterarm. Er ist mit einer Kamera ausgestattet und in der Lage, all die Stellen effizient und schnell zu fotografieren, die vom Scanbogen nicht erfasst werden konnten. Mögliche Lücken im 3D-Modell werden so geschlossen. „Das Erfassen von Geometrie und Textur dauert so etwa 10 Minuten“, erklärt Santos. „Nach rund 30 weiteren Minuten liegt das fertige 3D-Modell vor.“

Auf der Hannover Messe ist die Scanstraße für Kulturartefakte und industrielle Anwendungen vom 25. bis 29. April in Halle 2 Stand C28 beim deutschen Bundeswirtschaftsministerium zu sehen. (pi/rnf)

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