Hightech-Firmen suchen neue Wege im Verkauf

Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, ihre Produkte an die Kunden zu bringen, setzen viele Hightech-Firmen auf den Umbau ihrer Shop-Konzepte. [...]

Google Winter Wonderlab (c) Google
Google Winter Wonderlab

Dazu gehört, dass ein neues Nutzererlebnis kreiert wird – etwa durch das Aufstellen gemütlicher Sitzmöglichkeiten, ein offenes, farbenfrohes Design, Musik und technische Spielereien. Zudem haben einige Branchenschwergewichte, dem Beispiel der Apple Stores folgend, eigene Läden eröffnet und in den einschlägigen Elektronikmärkten Flächen für einzelne Produkte oder Produktgruppen freigeräumt.

Zumindest für große Marken empfiehlt sich der Meinung von Analysten zufolge die Einrichtung eigener Shops. Die Investitionen in den Ladenneu- oder -umbau werden mit dem Nutzererlebnis erklärt, das noch mehr in den Mittelpunkt gerückt wird. Dahinter steht die Überlegung, dass dem potenziellen Kunden nicht nur die technischen Vorzüge des Produktes präsentiert werden, sondern auch gleich die Umgebung, in der sie ihre beste Wirkung entfalten.

Bei einigen temporären Verkaufsflächen des Chipriesen Intel in US-Einkaufszentren konnte vor diesem Hintergrund eine je nach Tageszeit mehrfach wechselnde Gestaltung beobachtet werden, wie die New York Times berichtet. Am Morgen etwa fand sich der zu verkaufende Tablet-PC am Frühstückstisch mit der Onlineausgabe der Tageszeitung am Display. Für Intel zählte bei der Einrichtung der sogenannten „Pop-up-Stores“, dass Kunden die Vorzüge der neuen Windows-Tablets mit Intel-Chip kennenlernen konnten. Dabei wurde sogar auf die sonst üblichen Sicherheitskabel verzichtet, um zu zeigen, wie leicht die Geräte sind.

Mit den nur vorübergehend vorhandenen Pop-up-Shops experimentieren aktuell zwei Internet-Giganten, Google und Amazon. Google hat in sechs US-Großstädten sogenannte „Winter Wonderlabs“ eingerichtet, in denen Googles Nexus-7-Tablets getestet und gekauft werden können. Highlight: Die Nutzer können Videos in einer übergroßen Schneekugel erstellen. Ein ähnlicher Verkaufsstand von Amazon ist jüngst ebenfalls gesichtet worden, in dem unter anderem die unternehmenseigenen Kindle-E-Reader und -Tablets, entsprechende Hüllen und Ladegeräte ausprobiert und anschließend gekauft werden können – und zwar an Automaten.

Ein weiteres Projekt von Google, über das in den vergangenen Wochen viel spekuliert worden ist, dient einem ähnlichen Zweck wie die neu gestalteten Verkaufsflächen. Der riesige Lastenkahn, der in der Bucht von San Francisco Gestalt annimmt, soll laut Google ein Informationszentrum werden, in dem verschiedene neue Technologien vorgestellt werden – nicht zuletzt wahrscheinlich die Datenbrille Google Glass. (pte)


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