Im Test: Oppo Reno 2 und Oppo Reno 2Z

Oppo holt zum nächsten Streich aus und lanciert Oberklasse-Geräte zum günstigen Preis. Warum sie Oberklasse sind, lesen Sie in unserem Test. [...]

Oppo Reno 2 (c) Oppo

Es ist keine Frage: Die beiden chinesischen Player Oppo und Xiaomi, respektive deren Phones sind das neue «Hot Topic» auf dem Markt. Spätestens seit dem Oppo Reno 5G und dem Xiaomi Mi 9. Nun hat Oppo bereits zwei Nachfolger präsentiert: Das Oppo Reno 2 und das Oppo Reno 2Z. Vor allem mit dem Oppo Reno 2 machen die Chinesen ganz schön Alarm.

Beim Oppo Reno 2 handelt es sich um den Boliden, das 2Z ist ein leicht abgeschwächtes Modell zu einem günstigeren Preis. Dies sieht man auf den ersten Blick nicht. Die Geräte gleichen sich recht stark – bis auf die Kameras auf der Rückseite und die unterschiedlichen Front-Kameras. Aber der Reihe nach: Das 6,5 Zoll grosse Reno 2 kommt mit einer Glasfront, die durch die neue Generation-6-Corning-Beschichtung geschützt ist. Rückseitig gibt es ebenfalls Corning Glass, allerdings jenes der 5. Generation. Zudem befinden sich auf der Rückseite 4 Kameralinsen, die in der Mitte vertikal ausgerichtet sind. Dieses Quartett setzen sich zusammen aus einer 48-MP-Linse, einer 13-MP-Telefoto-Kamera, einem 8-Megapixel-Weitwinkel und einer 2-MP-Monolinse (2-MP-Portrait-Linse beim Z). Zudem verfügt die Kamera über fünffachen Hybridzoom und den kryptischen Features Ultra Dark Mode und Ultra Steady Video, auf die wir später nochmals zu sprechen kommen.

Auf der Front ist hingegen gar nichts zu finden, was in einer Screen-to-Body-Ratio von 93,1 Prozent resultiert – also die Front besteht zu 93,1 Prozent aus Bildschirm. Dieser AMOLED-Screen löst mit dem ungewöhnlichen Wert von 2400×1080 Pixeln auf (2340×1080 beim Z). Die komplett Notch- und Kamera-freie Front ist aber keine Kampfansage an die Generation Selfie – das wäre ja töricht – vielmehr kommt hier wieder die im Volksmund «Haifischflosse» genannte Pop-Up-Kamera zum Einsatz. Öffnet man die Kamera-App und aktiviert die Front-Linse, ploppt die Haifischflosse mit einer Frontkamera auf – übrigens in 11 Millisekunden, wie uns Oppo wissen lässt. Aus Ermangelung an körperlicher Reaktionsgeschwindigkeit können wir das leider nicht nachmessen – aber ja: die Flosse ist schnell.

Weiter rüstet Oppo das Reno 2 mit 8 GB RAM, 256 GB Speicher und einem 4000 Milliampère-Akku aus (128 GB beim Z) – so weit, so unspektakulär. Interessanter ist da eher die sogenannte VOOC-Technologie (Version 3). Die Ladetechnik verspricht eine zweistündige Akku-Laufzeit nach einem zehnminütigen Ladevorgang und eine komplette Ladung in unter einer Stunde. Um Erwärmung vorzubeugen, gibt es eine 5-lagige Schutzschicht, die sowohl Netzteil wie auch die Schnittstellen schütze. Zudem halte der Akku bei andauernden Musikhören mit aktivem Noise Cancellung noch immer 15 Stunden, verspricht Oppo. Wir sind gespannt, dies in unserem Produktetest nachzuprüfen. Irre ist das Ladegerät auch in der Technik: Mit nicht weniger als 65 Watt wird neue Power in das Gerät gepumpt.

Ein erstes Anfassen

Wir nehmen die Renos in die Hand und stellen vor allem beim Reno 2 fest: Es ist ein Schnuff dicker als ein handelsübliches, zeitgemässes Gerät. Das ist aber auch klar, immerhin ist dort drin die ausfahrende Selfie-Cam gebunkert. Dann starten wir die Renos und stellen fest: Alles wie immer, Android 0815. Die folgenden beiden Ausnahmen machen sich aber bemerkbar: Erstens ist das ColorOS, Oppos eigenes GUI, optisch klar erkennbar. Irgendwie sehr bunt (nomen est omen) und die Icons irgendwie seltsam halb rund, halb eckig geformt. Geschmacksache, stören tuts aber nicht enorm. Zweitens: Der Fingerabdruckleser ist sensibel. Sehr sensibel. Und sehr schnell. Selbst der empfindliche Fingerprintscanner des Huawei P10 von damals kann da nicht mithalten. Die Phones sind quasi geschützt, ohne dass es auffällt – denn das Entsperren des Displays geht so schnell vonstatten, dass man gar nicht merkt, dass es stattfindet. Zudem ein kleines Spezialfeature von ColorOS: Oppo hat nämlich an der Gesten-Steuerung gefeilt. Malt man mit dem Finger ein «O» auf den Screen, wird die Kamera gestartet, bei einem «V» die Taschenlampe – witzig.

Begeistert hat uns die Kamera ohnehin – im Speziellen der Nachtmodus. Die AI-basierte Restlicht-Berechnung war jener des Pixel 4 und der 11-er iPhones mindestens ebenbürtig – Oppo nennt das den «Ultra Dark Mode». Und auch sonst hat Oppo sich offenbar einige Gedanken im Foto- und Videobereich gemacht: Dies zeigt sich in Gestalt eines Audio-Zooms, wie er bei Samsungs Note 10 auch schon zum Einsatz kam: Eine bestimmte Klangquelle kann so verstärkt und in den Fokus gerückt werden – beispielsweise bei Referaten. Gleichzeitig hat das Reno 2 eine Funktion an Bord, die Hintergrundgeräusche automatisch rausfiltern soll. Auch bläst Oppo ins selbe Horn wie Samsung beim Note 10, wenns um Bildstabilisation geht: Mit einem Rumpfsensor soll eine besonders hohe Stabilisation erreicht werden, unabhängig vom «Schüttelfaktor».

Zu guter Letzt hat Oppo in der Konzeption des Reno 2 an die Gamer gedacht. Für diese gibt’s beim Reno 2 den Hyper-, den Frame- und den Touch Boost 2.0. Damit soll das Einfrieren von Gaming-Apps und des Touch-Screens sowie Lags (Verzögerungen) während des Spielens verhindert werden. Der Touch Boost 2.0 soll darüber hinaus die Reaktionszeit zwischen Toucheingaben und Reaktion der Spielfigur verkürzen.

Kleinere Einbussen gibt’s beim Prozessor – der verbaute Snapdragon 730 ist in der Mitteklasse anzusiedeln. Zudem gibt’s keine Wasser- und Staubzertifizierung. Dies macht uns mittelfristig etwas Sorgen, da die herausschnellenden Kameras, respektive deren «Behausungen» designierte Staubfänger sind. Auch das kabellose Laden wurde weggelassen.

Fazit

Der Neuzuwachs der Reno-Familie, vor allem das Reno 2, weiss zu gefallen; dem Besitzer und dem Geldinstitut, welches das Vermögen des neuen Besitzers verwaltet. 379 respektive 499 Euro werden für das Reno 2Z und das Reno 2 nämlich nur fällig – ein guter Deal!


Mehr Artikel

News

Vergessene Passwörter kosten Firmen viel Geld

Unternehmen würden massiv IT-Kosten sparen, wenn sie komplett auf Passwörter verzichteten. Andere Formen der Authentifizierung wie beispielsweise biometrische Scans sind wesentlich kosteneffizienter und auch sicherer als gewöhnliche Passworteingaben. Das ergibt ein Bericht des World Economic Forum (WEF). […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .