In-Memory-Computing wird massentauglich

Nach Einschätzung der Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner wird In-Memory-Computing (IMC) zunehmend massentauglich. [...]

In-Memory-Technologie für Jedermann. (c) Archiv
In-Memory-Technologie für Jedermann.

Als Gründe dafür nennt Gartner die schnelle Reifung der entsprechenden Anwendungs-Infrastruktur sowie den anhaltende dramatischen Preisverfall bei Halbleitern. Der Markt für In-Memory Data Grid (IMDG, laut Gartner „eine Form von Anwendungs-Plattform-Middleware, die einen verteilten, zuverlässigen, skalierbaren und konsistenten In-Memory NoSQL Data Store implementiert, den sich verschiedene und verteilte Applikationen teilen können“) als Schlüsselsegment von IMC sei zwar noch klein, werde aber voraussichtlich rasch wachsen und bis zum Jahr 2016 ein Volumen von einer Milliarde Dollar erreichen.

„Das endlose Fallen der Preise für DRAM und NAND-Flash, das Aufkommen von SSD-Technik und die Reifung spezifischer Software-Plattformen machen es möglich, das IMC erschwinglicher und bedeutsamer für IT-Organisationen wird“, kommentiert der Gartner Fellow Massimo Pezzini.

Bis vor kurzem hätten nur die technisch fortschrittlichsten Anwenderunternehmen – etwa in den Branchen Financial Trading, Telekommunikation, Militär und Verteidigung, Online-Unterhaltung sowie Logistik – die hohen Kosten und hohe Komplexität einer IMC-Einführung stemmen können. Mittlerweile sei In-Memory-Computing aber günstiger und erprobter. „Firmen, die keine Einführung von In-Memory-Anwendungs-Infrastruktur erwägen, riskieren es, von Wettbewerbern ausgebootet zu werden, die früher Mainstream-Nutzer dieser Möglichkeiten sind“, warnt Experte Pezzini.
*Thomas Cloer ist Redakteur unserer Schwesternzeitschrift Computerwoche.

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