Indische Erfolgs-App bewahrt User-Geheimnisse

Die neue in Indien entwickelte Messenger-App "Hike" bietet seinen Nutzern eine ganze Reihe spezieller Möglichkeiten, um gewisse Informationen und Kontakte geheimzuhalten und so etwa zu verhindern, dass die eigenen Eltern ungewollt etwas von Liebschaften oder Freizeitaktivitäten erfahren. [...]

(c) hike

Rund 35 Mio. User greifen in Indien bereits auf diese Möglichkeiten zurück. „Als wir erkannt haben, dass Messaging-Apps gerade voll im Trend liegen, haben wir sofort gemerkt, dass es kaum ein entsprechendes Angebot gibt, das die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen des indischen Marktes abdeckt“, zitiert die New York Times Kavin Bharti Mittal, Chief of Product and Strategy bei Hike.

Deshalb habe man bei der Entwicklung der Messanger-App bewusst solche Features ins Zentrum gestellt, die vor allem für indische Nutzer interessant sein könnten. „Unser Ziel ist es, den Usern so viel Kontrolle über die Inhalte zu geben, die sie mit anderen teilen wollen, wie möglich“, betont Mittal die generelle Ausrichtung der Unternehmensstrategie.

Dass die speziellen Funktionen von Hike bei den Handy-Besitzern Indiens sehr gut anzukommen scheinen, zeigt die aktuelle Nutzungsstatistik des Gratis-Dienstes. Dieser hat seit seinem Start vor mittlerweile knapp zwei Jahren insgesamt 35 Mio. registrierte User angelockt. Gut die Hälfte davon verwendet den Service mindestens einmal pro Monat, um private Nachrichten zu verschicken, die beispielsweise nur von Freunden und nicht von Eltern gesehen werden sollen. Mehr als zehn Mio. Botschaften pro Monat werden über die App versendet.

Um allzu persönliche Informationen etwa vor den Eltern verheimlichen zu können, haben Nutzer bei Hike einen separaten „Hidden“-Modus zur Verfügung, der sich sowohl auf Chats als auch auf Kontaktprofile anwenden lässt. Wenn eine besorgte Mutter zum Handy ihres Sohnes greift, bekommt sie lediglich solche Inhalte und Online-Freundschaften zu Gesicht, die vorher von diesem als unbedenklich eingestuft worden sind. Erst nach Eingabe eines zusätzlichen Passwortes werden auch sensiblere Daten preisgegeben.

Indien gilt nach China und den USA als drittgrößter Handy-Markt der Welt, wenn es nach den Verkaufszahlen geht. Seit Ende des vergangenen Jahres ist es zudem auch auf Platz eins, was das wirtschaftliche Wachstum in diesem Bereich betrifft. Der größte Unterschied im Vergleich zu westlichen Ländern besteht allerdings in der nach wie vor sehr großen Verbreitung von älteren Handymodellen, die ohne Apps auskommen müssen. Doch auch hier bietet Hike eine interessante Lösung an.

„Unsere App ist der erste Messaging-Dienst, der es seinen Nutzern auch ermöglicht, Nachrichten auf Low-End-Geräte zu schicken, auf denen keine Apps heruntergeladen werden können“, erläutert Mittal. Auch Massen-Chats mit bis zu 100 Personen und der Transfer von größeren Dateien werden unterstützt. (pte)


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