Industrie-4.0-Studie: Deutsche Logistiker leisten Pionierarbeit

Die Logistik-Branche hat sich auf dem Weg zur vierten Industriellen Revolution eine Spitzenposition in Deutschland und sukzessive auch in Österreich erarbeitet. Der Grund: Speziell beim Materialfluss innerhalb von Unternehmen (Intralogistik) bilden digitale Transportketten häufig schon heute kommunizierende Prozesse nach der Vision einer „Smart Factory“ ab. [...]

Die Logistik-Branche hat sich auf dem Weg zur vierten Industriellen Revolution eine Spitzenposition erarbeitet. (c) AFS All Freight Systems
Die Logistik-Branche hat sich auf dem Weg zur vierten Industriellen Revolution eine Spitzenposition erarbeitet.
Ein schneller Know-how-Transfer dieser Praxis in die produzierende Industrie scheitert aber derzeit meist an fehlendem Personal. Nur knapp jedes vierte Unternehmen in Österreich verfügt  über ausreichend Fachkräfte, die sowohl IT-Wissen als auch Kenntnisse aus den Bereichen Logistik und Fertigung mitbringen, um im Bereich „Industrie 4.0“ tätig zu sein. Das ist das Ergebnis der „Industrie-4.0-Studie“ von CSC. Dazu wurden 250 Unternehmensentscheider in Österreich befragt.
„Die Logistik sollte als Know-how-Treiber für Industrie-4.0-Projekte in der Fertigungsindustrie eine Schlüsselrolle spielen“, sagt Dietmar Kotras, Geschäftsführer von CSC in Österreich, und: „Anschaulich werden die Pionierleistungen der Transportexperten nicht nur in den Distributionscentern von Unternehmen sondern beispielsweise auch beim Containerumschlag der großen Überseehäfen oder im Schienengüterverkehr. Hier haben einige Unternehmen bereits den vollständigen Digitalisierungsgrad erreicht.“
Praxisbeispiel dafür ist Salzgitter Flachstahl mit ihrem integrierten Hüttenwerk. Rund 40 Millionen Tonnen der Orders transportiert das Unternehmen jedes Jahr – teilweise auf eigenem Streckennetz – über den Schienengüterverkehr. Zu diesem Zweck wurde die Betriebssteuerung der Schwestergesellschaft „VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter“ umgestellt und nach der Idee einer Smart Factory voll automatisiert. Vom eingehenden Online-Auftrag, über die Transportsteuerung der rund 2.000 Güterwagen, bis zur Kundenabrechnung verfügt das Hüttenwerk heute über eine voll digitalisierte Prozesskette. Manuelle Schnittstellen, wie sie in den Fertigungshallen der Industrie heute noch sehr häufig vorkommen, gehören hier der Vergangenheit an.
Die konsequente Datenerfassung liefert dabei nicht nur eine elektronische Sicht auf das gesamte Betriebsgeschehen in Echtzeit. Gleichzeitig lassen sich auf Grundlage der gespeicherten Informationen die Kosten und Angebote exakt analysieren und kalkulieren. „Die Praxiserfahrungen der Logistik sollten für die österreichische Wirtschaft auf dem Weg zur Industrie 4.0 möglichst schnell nutzbar gemacht werden“, so Kotras.
Die Studienergebnisse gibt es zum Download. Das Online-Video zum Praxisbeispiel „Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter“ sehen Sie hier. 

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