Informatik und Co. boomen an den Unis

Mit Argumenten wie guten Betreuungsverhältnissen und Jobaussichten rufen Politik und Industrie seit Jahren zum Studium eines MINT-Fachs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auf - und das offensichtlich mit Erfolg. [...]

Laserexperiment (c) APA

Zwischen 2007 und 2011 hat dort ein Boom bei den Studienanfängern stattgefunden: Bei den Bachelor- und Diplomstudien hat die Zahl um 20 Prozent zugenommen. Die Neuinskriptionen bei MINT-Lehramtsstudien haben sogar um fast 160 Prozent zugelegt. Konkret gab es im Wintersemester 2011 laut Daten des Wissenschaftsministeriums fast 14.000 Studienanfänger in MINT-Fächern. 2007 waren es noch 11.600 gewesen. Noch extremer war die Entwicklung bei den Studienanfängern in den Lehrämtern Biologie, Geografie, Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Darstellende Geometrie: Hier ist die Zahl der Studienanfänger innerhalb von fünf Jahren von knapp 600 auf über 1.500 gestiegen.

Auch im Wintersemester 2012/13, für das noch keine endgültigen Studentenzahlen vorliegen, dürfte es noch einmal einen Schub bei den Studienanfängern in MINT-Fächern geben. Das zeigen vorläufige Daten der Uni Wien, wo ein Drittel aller naturwissenschaftlichen Uni-Studien betrieben wird und rund 40 Prozent aller Lehramtsstudenten der Naturwissenschaften ihren Abschluss machen. So steigt die Zahl der Informatik-Studienanfänger um mehr als ein Drittel auf rund 370, in Physik um 30 Prozent auf 340, in Chemie um ein Viertel auf 370 und in Mathematik um zehn Prozent auf 500.

Zuletzt waren die Werbemaßnahmen für MINT-Studien intensiviert worden: So startete das Wissenschaftsministerium 2010 die Kampagne „MINT statt Masse“ und investierte in diese Fächer 40 Mio. Euro aus den Offensivmitteln. (apa)

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