Innovation von Sygic: Verkehrskoordinierung durch kollaborative Streckenführung

Das auf Navigationslösungen spezialisierte Unternehmen Sygic wurde zu einem der zwanzig besten europäischen Innovatoren im Bereich Innovationsradar-Preis (Innovation Radar Prize) ernannt. Der Fachausschuss auf der ICT Konferenz 2018 anerkannte die positive Auswirkung auf die Lebensqualität in Städten. [...]

Projektleiter Radim Cmar von Sygic bei der Präsentation der Navigationslösung.
Projektleiter Radim Cmar von Sygic bei der Präsentation der Navigationslösung. (c) Sygic

Die intelligente Lösung von Sygic nutzt die Leistung des IT4Innovations-Supercomputers für die Berechnung der optimalen Streckenverteilung für Fahrer in der Stadt und spart über 20 Prozent der täglichen Fahrzeit im Verkehr. Das ist auch ein großer Vorteil gegenüber anderer Lösungen, wie z.B. Waze, das das Collaboration Routing nutzt, um den den Datenverkehr bloß zu leiten, nicht wie bei der Sygic-Lösung, um ihn auch zu koordinieren. „Durch Orchestrierung von 500.000 Fahrzeugen mit unserem Algorithmus können wir Städten und Fahrern bis zu 400.000 Euro pro Tag einsparen“, meinte Projektleiter Radim Cmar von Sygic. „Das übersteigt die monatlichen Kosten für die Nutzung des Supercomputers bei Weitem“, ergänzte er.

Der andere Vorteil besteht darin, dass die Städte steuern können, welche Wege Fahrer für bestimmte Fahrzeugtypen wählen können, beispielsweise während der Rekonstruktion einer Straße. Das heißt, wenn eine Straße gesperrt ist, bestimmt die Stadt, welche Wege die besten Alternativen sind, und schickt die Fahrer dorthin. Wenn eine dieser Straßen durch dicht besiedeltes Gebiet führt, können Lastwagen auch auf andere Routen geschickt werden.

Der kollaborative Streckenführungsalgorithmus wurde im Rahmen des Projekts ANTAREX erstellt, das von der Europäischen Union finanziert wird. Mithilfe von ANTAREX-Technologien konnte Sygic wichtige Berechnungen optimieren und eine bessere Energieeffizienz bei gleicher Leistung erzielen, wodurch sich die Kosten für die Rechenleistung um 25 Prozent reduzierten.

„Wir sind derzeit mit vier Städten in Europa und den USA im Gespräch, um das Pilotprojekt zu starten“, gab Cmar bekannt. Der kollaborative Streckenführungsalgorithmus wird den Erwartungen zufolge einen maßgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität in Städten haben. Dadurch dass sich die Anzahl an Pkws , die im Verkehr feststecken, deutsch verringert, sollen die Fahrt- und Instandhaltungskosten von Autos und öffentlichen Transportmitteln gesenkt, die Luftverschmutzung verringert und die Pendeldauer erheblich verkürzt werden können.

„Die Tatsache, dass unser Projekt eine der höchsten Stimmabgaben aus der Öffentlichkeit erhalten hat, bestätigt, wie wichtig die Verkehrsfrage für uns alle in Europa ist. Wir verfügen über das erforderliche Knowhow und die Erfahrung, um die Lösung in jeder Stadt der Welt bereitzustellen, die Interesse anmeldet“, kommentierte Sygic-CEO Martin Strigac.

Sygic ist ein engagierter Unterstützer des europäischen Plans, bis Ende 2019 300 smarte Städte zu errichten. Mit seinen einzigartigen Streckenführungsalgorithmen, die in Zusammenarbeit mit IT4Innovations entwickelt wurden, kann das Unternehmen die aktuellen hohen Herausforderungen europäischer Städte bezüglich Luftverschmutzung und Verkehr adressieren. In der Slowakei ist das Unternehmen Mitbegründer der Initiative „I Want My City Smart“-Initiative und unterstützt damit Gemeinden bei der Integration von smarten Lösungen.

Was ist der Innovation Radar?

Der Innovation Radar ist eine durch die EU finanzierte Initiative der Europäischen Kommission, die Innovationen mit hohem Potenzial in der Forschung untersucht. Die Öffentlichkeit kann für ihre bevorzugten Innovatoren abstimmen und zwanzig Finalisten aus einer der sechs Kategorien wählen. Der kollaborative Streckenführungsalgorithmus wurde als Beste Innovation im Frühstadium (Best Early Stage Innovation) nominiert, schloss als Zweiter in seiner Kategorie ab und qualifizierte sich für die Endausscheidung, die auf der ICT 2018 stattfand. Jeder der Finalisten hatte drei Minuten Zeit, um dem Fachausschuss aus Investoren und erfahrenen Unternehmern seine Innovation vorzustellen. Der Fachausschuss wählte schließlich die besten Unternehmen.

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