Intelligente automatische Bewässerungssysteme für Weihnachtsbäume

Fast jeder dritte Christbaum in Deutschland stammt aus dem Sauerland. Damit der Wuchs perfekt und die Freude am geschmückten Baum ungetrübt bleibt, kommt bei den Waldbauern in der Region auch smarte Technologie von Loxone zum Einsatz. [...]

Der Miniserver steuert bei Nadelholzkulturen Schauerte die Bewässerung der Weihnachtsbäume. (c) uniserve GmbH

Weihnachten ohne Christbaum? Für die allermeisten Deutschen dürfte das nur schwer zusammen gehen. Rund 25 Millionen Bäume werden vor Heiligabend Jahr für Jahr geschmückt. Rund sieben Millionen davon kommen aus dem Sauerland. Für die Waldbauern ist das in der Regel eine wichtige Einnahmequelle. So rechnete der NRW-Landesbetrieb für Wald und Holz vor einigen Jahren, dass sich mit Christbäumen bis zu 6.000 Euro pro Hektar im Jahr an Wertschöpfung erzielen lassen – gegenüber gerade mal maximal 200 Euro mit schlichtem Wald.

Doch eine solche Plantage muss gehegt und gepflegt werden. Dazu gehört auch der Einsatz einer Bewässerung, meist in Kombination mit einer Frostberieselungsanlage. Bei Nadelholzkulturen Schauerte in Schmallenberg werden circa 50 Prozent der 25 Hektar seit einiger Zeit smart gewässert. Der Loxone-Partner uniserve aus Meschede hat hier mit dem Miniserver als zentrales Element und mit entsprechender Sensortechnologie die vorhandene Frostberieselungsanalage intelligent automatisiert.

Die Ausgangslage bei Schauerte ist vielen Landwirten und Obstbauern vertraut. Gerade junge Pflanzen sind empfindlich. Diese müssen nicht notwendigerweise nur auf Grund von Trockenheit bewässert werden: Späte Fröste im Mai und Juni setzen auch jungen Christbäumen ordentlich zu. Kommt Frost an die Spitzen droht bei den Tannen Krüppelwuchs oder schlimmstenfalls das Absterben. Das wäre bei Christbäumen natürlich eine unschöne Bescherung.

Immer ein Auge auf das Wetter

Deshalb hatte man auch bei Schauerte immer ein Auge auf das Wetter und die Temperaturen. Wenn der Wetterbericht eine frostige Nacht ankündigte, galt es, auch nachts die Temperatur zu prüfen und gegebenenfalls die drei Kilometer vom Hof zur Plantage raus zu fahren und die Berieselungsanalage einzuschalten. Durch das Wasser entsteht wie bei Fruchtständen eine Schutzschicht aus gefrorenem Wasser, da es innerhalb dieser Eisschicht wärmer ist, als außerhalb.

Um die ungeliebten Nachtschichten zu vermeiden, wandte sich Schauerte an seinen Dienstleister uniserve, der bereits bei dem Betrieb Sicherheitstechnologie installiert hatten. Gesucht wurde eine zuverlässige und einfache Lösung, die bei drohendem Nachtfrost die Berieselungsanlage aktiviert, dabei den Füllstand des Tanks im Blick behält und im Notfall den Besitzer alarmiert.

Die Sicherheitsexperten von uniserve rieten zu einer Lösung mit Technologie des österreichischen Anbieters Loxone Technologie, da dieser nicht nur einfach, flexibel und zuverlässig im Einsatz ist, sondern auch – anders als andere Marktlösungen – ein umfangreiches Monitoringtool schon mit an Bord hat. Nach Zwei-Mann-Tagen zum Aufbau einer WLAN-Strecke und Verkabelung des Servers und der Sensorik war die Lösung zügig umgesetzt. Durch den Anschluss an das WLAN des Betriebes ist nun zum einen die Fernsteuerung der Anlage möglich, zum anderen kann so der Miniserver den Besitzer etwa bei einem Störfall durch Push-Nachrichten alarmieren.

Dazu Sven Kramer, Projektleiter und Qualitätsbeauftragter bei uniserve: „Der Kunde ist mit der Lösung sehr glücklich. Er kann besser schlafen und braucht sich nicht mehr nachts den Wecker zu stellen, weil der Loxone Miniserver die Kontrolle zuverlässig übernimmt. Und durch die Möglichkeit zur Fernsteuerung kann er zudem die Anlage auch bei großer Trockenheit bedarfsgerecht aktivieren.“


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