Intelligente Systeme erhöhen Komplexität für IT-Teams und verändern ihre Arbeitsweise

Mehr als drei Viertel der von Ipswitch befragten IT-Experten erachten die Einschätzung der Bedrohungslage als schwierig oder herausfordernd. [...]

Ein Fünftel berichtet
Ein Fünftel berichtet

Laut einer weltweiten Befragung von Ipswitch, Anbieter von IT- und Netzwerk-Managementsoftware, ist die schnelle Bereitstellung intelligenter Systeme in vollem Gange. 88 Prozent der IT-Experten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits in eine oder mehrere intelligente Lösungen investiert hat – von Bots über smarte Unternehmensanwendungen bis hin zu ausgewachsenen Expertensystemen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen allerdings auch, dass über drei Viertel (78 Prozent) der IT-Experten Schwierigkeiten haben, zum einen den wirklichen Umfang der Herausforderungen und Bedrohungen durch die Bereitstellung intelligenter Systeme einzuschätzen und zum anderen die Auswirkungen durch die Nutzung intelligenter Technologien in ihren Geschäftszweigen zu verwalten. Insgesamt beteiligten sich weltweit 521 IT-Entscheidungsträger an der Befragung – darunter 82 Experten aus Deutschland.

Die Mehrheit sieht die Einführung als Herausforderung

Die unabhängige weltweite Studie wurde vom Analysteninstitut Freeform Dynamics durchgeführt und untersuchte die rasant fortschreitende Einführung von Geräten und Software mit Entscheidungs- und Lernfunktionen im Unternehmensumfeld.
Die Einführung intelligenter Systeme wird zunehmend zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb. Über ein Drittel (35 Prozent) der IT-Entscheidungsträger sind gegenwärtig der Ansicht, dass es für die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens in den nächsten drei Jahren entscheidend sein wird, intelligente Systeme zu nutzen. Drei Viertel der Teilnehmer (75 Prozent) verwenden für die Steuerung und Verwaltung der zunehmend komplexen Netzwerke und IT-Infrastrukturen bereits intelligente Systeme.
Die Studie zeigt folgendes:

  • 20 Prozent verwenden autonome Bots und elektronische Assistenten, um Mitarbeitern oder Kunden eine natürlichere Interaktion mit den Systemen zu ermöglichen – weitere 27 Prozent planen dies für das nächste Jahr.
  • Über ein Viertel (26 Prozent) verfügt bereits über IoT-Initiativen – bei 29 Prozent befindet sich die Bereitstellung in Planung.
  • 28 Prozent nutzen bereits Expertensysteme zur Entscheidungsunterstützung, um die Arbeitsweise von Fachkräften zu optimieren – 35 Prozent planen eine baldige Einführung.

Dennoch: Fast ein Fünftel (19 Prozent) empfindet die Einschätzung der Bedrohungslage als extrem schwierig und fast zwei Drittel (59 Prozent) sehen dies als Herausforderung.

Komplexität des IT-Managements ist noch unklar
Obwohl sich viele IT-Experten der weitreichenden kommerziellen und betrieblichen Vorteile intelligenter Systeme bewusst sind und erkennen, dass deren Einführung auch bei ihren Partnern, Mitbewerbern und Kunden im Trend liegt, sind sie dennoch besorgt darüber, ob ihre IT-Teams die potenziellen Risiken dieser Technologien bewältigen können:

  • Über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gibt an, dass ihre bestehenden Analyse- und Visualisierungsfunktionen Schwierigkeiten haben werden, mit dem zunehmenden Einsatz intelligenter Systeme Schritt zu halten.
  • 55 Prozent sind der Ansicht, dass ihre Möglichkeiten, Daten klar und entscheidungsrelevant zu visualisieren, nicht so gut sind, wie es nötig wäre.
  • Fast drei Viertel (71 Prozent) empfinden das Interpretieren von Protokollen und anderen erzeugten Ereignisdaten als höchst anspruchsvoll.
  • Über ein Drittel (39 Prozent) ist der Meinung, dass – ungeachtet der Pläne zum Einsatz im eigenen Unternehmen – bereits die Nutzung intelligenter Systeme in anderen Unternehmen sich wesentlich auf ihre eigene Infrastruktur auswirken wird:
  • Ein Fünftel (20 Prozent) berichtet, dass zunehmende Aktivitäten von Bots, Agenten und IoT-Zugriffssystemen von Dritten es schon heute erschweren, Systeme zu überwachen, zu verfolgen und zu steuern, und 42 Prozent sehen dies als ein zukünftiges Risiko.
  • Ein Fünftel (20 Prozent) sagt, dass zunehmendes „Rauschen“ im Netzwerk schon jetzt die Erkennung böswilliger Aktivitäten erschwert.
  • 17 Prozent berichten, dass automatisierter oder von Bots stammender Datenverkehr zu Problemen bei der Servicequalität ihrer Netzwerke führt.
  • 20 Prozent geben an, dass automatisierte oder von Bots stammende Zugriffe auf APIs schon jetzt Probleme bei der System- oder Anwendungsleistung verursachen.
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