Interner Einsatz von Social Media noch unvertraut

Als Marketingtool nach außen werden Facebook, Twitter und Co. schon länger gehyped und mehr oder weniger erfolgreich eingesetzt. Wie Unternehmen Social Media intern nutzen können, ist aber noch wenig bekannt. In einem neuen Buch wird die Situation in Österreich unter die Lupe genommen. [...]

(c) APA

Aus einer für die Publikation durchgeführten Studie geht hervor, dass bereits rund 25 Prozent der heimischen Firmen ihre Aktivitäten in diesen neuen Kanälen strategisch planen und 80 Prozent ihre Mitarbeiter auch als kompetent im Umgang mit Social Media einschätzen. Allerdings fehlen großteils entsprechende Instrumente, dieses Potenzial auch innerhalb des Unternehmens auszuschöpfen.

Fast zwei Drittel geben an, dass Tools zur sozialen internen Interaktion weder eingesetzt werden noch geplant sind. Konsequenz laut den Autoren: Die Mitarbeiter vernetzen sich über attraktive Online-Angebote: 22 Prozent arbeiten mit Wikis, 16 Prozent mit Blogs und vier Prozent mit Yammer oder Salesforce. Knapp 30 Prozent der Unternehmen versuchen unterdessen, aus Mitarbeitern Markenbotschafter zu machen, sieben Prozent haben entsprechende Guidelines und vier Prozent sorgen mit Trainings für entsprechenden Kompetenzaufbau in diesem Bereich.

In zwei Drittel der befragten Unternehmen haben alle Mitarbeiter Zugang zu sozialen Medien, zehn Prozent sperren diese Angebote komplett. Genutzt werden die sozialen Netzwerke hauptsächlich zur Imagepflege (58 Prozent), Kontaktpflege (57 Prozent), PR (56 Prozent) und zum Dialog mit Kunden (47 Prozent), intern noch kaum. „Wir stehen noch am Anfang, Social Media als Kulturwerkzeug zu verstehen“, resümieren die Experten.

In ihrem Handbuch loten sie die unternehmensinternen Möglichkeiten aus und geben Führungskräften Handlungsanleitungen für den Umgang mit diesen neuen Phänomenen. Zudem werden die Veränderungen in der internen Kommunikation, der Wandel in der Unternehmenskultur bis hin zum Arbeitsplatz der Zukunft beleuchtet.
Heimische Branchenvertreter – von Microsoft über Ja! Natürlich, Raiffeisen Informatik, Nokia oder das Austrian Institute of Technology – steuern Praxisbeispiele bei.

Service: „Being Social: Einfluss von Social Media auf Unternehmenskultur, Kommunikation und auf die Arbeitsplätze der Zukunft“, 192 Seiten, Verlag Holzhausen, ISBN: 978-3-902868-36-7, Verkaufspreis 29,50 Euro. Die Buchpräsentation mit Podiumsdiskussion findet am 2. August in Wien statt.


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