„Es geht darum, diese Krise mit Innovationen zu überwinden“

Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria, lässt im Gespräch mit der COMPUTERWELT das Jahr 2020 Revue passieren, erklärt, was wir aus der Corona-Krise lernen können und skizziert die wichtigsten IT-Trends für das kommende Jahr. [...]

Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria: "Die Corona-Krise beschleunigt manche Entwicklungen in der digitalen Transformation massiv und ich denke, dass die Veränderungsgeschwindigkeit zumindest gleichbleiben wird. Schnelligkeit und Flexibilität sind Trumpf." (c) Business Upper Austria/Wakolbinger

Inwiefern hat die Corona-Krise den Geschäftsverlauf 2020 Ihres Unternehmens beeinflusst?
Die Auswirkungen waren insofern massiv, als wir in der Folge des ersten Lockdowns alle unsere Veranstaltungen – vom kleinen Seminar bis zur großen Publikumsveranstaltung – umplanen mussten. Es ist gelungen, Vieles auf digital umzustellen und Vieles wird meiner Einschätzung nach auch künftig digital bleiben.

Wie wird sich die Corona-Krise Ihrer Meinung nach im kommenden Jahr auf die IT-Branche bzw. auf Unternehmen auswirken?
Die Corona-Krise beschleunigt manche Entwicklungen in der digitalen Transformation massiv und ich denke, dass die Veränderungsgeschwindigkeit zumindest gleichbleiben wird. Schnelligkeit und Flexibilität sind Trumpf.

Welche Lehren lassen sich aus dem Jahr 2020 im Allgemeinen und aus der Corona-Krise im Speziellen für die Zukunft mitnehmen?
Viel gibt es nicht, was 2020 nicht mit der Corona-Krise zusammenhängen würde. Eine Schlussfolgerung für mich ist, dass wir als Standortagentur mehr denn je gebraucht werden, weil es darum gehen wird, diese Krise mit Innovationen zu überwinden. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes wird mehr denn je davon abhängen, wie gut es gelingt, F&E-Leistung in marktfähige Lösungen zu übersetzen. Wir sind der Dienstleister dafür.

„Die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes wird künftig mehr denn je davon abhängen, wie gut es gelingt, F&E-Leistung in marktfähige Lösungen zu übersetzen.“

Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria

Wie gehen Sie persönlich bzw. im Job mit Lockdown, Home Office, Home Schooling und Social Distancing um? Mit welchen Strategien und Verhaltensweisen sorgen Sie für Ausgleich?
Ich sehe das Social Distancing als Physical Distancing und der Kontakt am Telefon oder per Video kann viel abfedern. Ich gestehe aber, dass für mich das Zusammentreffen von Angesicht zu Angesicht in vielen Fällen nicht ersetzbar ist.

Was waren Ihre beruflichen bzw. persönlichen Highlights im Jahr 2020?
Rückblickend war ich doch einigermaßen positiv überrascht, wie reibungslos uns als Unternehmen der flächendeckende Umstieg ins Home Office buchstäblich von einem Tag auf den anderen gelungen ist. Das war eine große Gemeinschaftsleistung. Gleichzeitig konnten wir den für uns so wichtigen Kundenkontakt sogar noch ausbauen, auch wenn Vieles per Videokonferenz passieren musste. Die Akzeptanz für diese Art der Kommunikation ist enorm gestiegen.

Welche Themen sollten Ihrer Meinung nach im kommenden Jahr auf der Agenda von IT-Managern ganz oben stehen und warum bzw. welche IT-Themen werden 2021 eine besonders wichtige Rolle spielen?
Informationssicherheit. Sie ist die Grundlage dafür, dass digitale Lösungen im Zusammenspiel mit Kunden und Partnern ihren vollen Nutzen entfalten können.

Dieser Artikel ist Teil einer Interviewserie, für den die COMPUTERWELT rund 50 Top-Manager aus der IT-Branche befragt hat. Weitere Interviews lesen Sie in den nächsten Wochen auf computerwelt.at.


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