IOS 7: Update bringt Herausforderung für User und Netze

Die neue Oberfläche von iOS 7 könnte vor allem von "normalen" Usern eine Umgewöhnungsphase verlangen, bevor sie wie gewohnt mit ihrem Gerät umgehen lernen. Schwerer wiegen könnte jedoch die Herausforderung, die mit dem OTA-Update auf die Mobilfunknetze zukommt. [...]

iOS 7 geht weg vom Pseudo-Realismus und hin zum Flat-Design. (c) Apple
iOS 7 geht weg vom Pseudo-Realismus und hin zum Flat-Design.

Neben den http://www.computerwelt.at/news/hardware/smartphone-tablet/detail/artikel/keine-grossen-ueberraschungen-von-apple/ - external-link>neuen iPhones hat http://www.top1001.at/firmen-a-z/firma/apple-gesellschaft-mbh/ - external-link>Apple gestern auch sein neues mobiles Betriebssystem iOS 7 offiziell präsentiert – das allerdings zuvor schon http://www.computerwelt.at/news/hardware/smartphone-tablet/detail/artikel/6-iphone-aergernisse-ohne-abhilfe-in-ios-7/ - external-link>im Beta-Stadium gründlich durchleuchtet wurde. Abgesehen von den neuen Funktionen polarisiert vor allem die Oberfläche des Updates wie kein anderes zuvor.

„Das neue Apple-Design will die reale Welt nicht mehr imitieren“, erklärt Martin David Preyer von Fit am Mac, der über langjährige Erfahrungen im Bereich IT-Support und Schulungen verfügt. Das bedeutet, dass etwa Adressbuch und Kompass abstrakter umgesetzt sind und die Oberfläche spürbar reduzierter wirkt als früher. „Das macht es einerseits einfacher, den Überblick zu behalten. Andererseits wird es z.B. durch fehlende 3D-Effekte für manche Menschen auch schwieriger, einzelne Buttons zu erkennen – z.B. Schieber, die nur mehr aus einem Schriftzug bestehen. Auch bei der Schrift selbst spalten sich die Geister: Für manche ist sie besser lesbar, für andere schlechter“, so Preyer.
 
Damit teilt sich das Lager in zwei Hälften: Jene der Power-User, die mit logischen und intuitiven Abläufen generell gut zurecht kommen – und damit auch mit diesem Update nur Anfangsschwierigkeiten haben werden. Und jene der Non-Power-User, die laut Preyer eine angemessene Umgewöhnungsphase einrechnen sollten. Von den Änderungen profitieren wird seiner Meinung nach in Zukunft vor allem eine Gruppe: Jene User, die aus der Windows- und Android-Ecke kommen. Der IT-Experte folgert daraus mit einem Augenzwinkern: „Dass es nie einen geeigneteren Zeitpunkt für Cross-Plattform-Switcher gab.“
 
IOS 7 KÖNNTE NETZE ÜBERLASTEN
Doch nicht nur auf die User kommen wegen dem Update Herausforderungen zu. Auch die Infrastruktur des mobilen Internets könnte weltweit an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen, warnt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. „Schon in den vergangenen Jahren wurde die Höchstlast im Internet nicht durch virale Videos, nicht durch Microsoft-Updates und auch nicht durch Katastrophennachrichten erreicht, sondern durch eine neue iOS-Generation von Apple. Angesichts der immensen Verbreitung von iOS-Geräten, die durch die neuen Modelle iPhone 5S und 5C noch einmal einen rasanten Schub erfahren wird, könnte iOS 7 bei Verfügbarkeit am 18. September die Netzkapazität im Internet für einige Tage an ihre Grenzen bringen“, erklärt Georg Rainer Hofmann, Leiter der Kompetenzgruppe E-Commerce im Verband. Die Over-the-Air-Auslieferung (OTA) könnte vor allem die mobilen Netze übermäßig belasten, befürchtet der Experte.

Beim Wechsel von iOS 5 auf 6 wurden eco zufolge bereits bis zu ein Drittel aller iPhones über das UMTS-Mobilfunknetz auf den neuesten Stand gebracht. Am Tag der Freigabe von iOS 6 stieg die Netznutzung durch iPhone-Anwender auf einen Schlag um rund 25 Prozent. Schon iOS 5 hatte zuvor durch Internetdienste wie iCloud, iMessage und Siri zu einer 50-prozentigen Steigerung des gesamten Datenverkehrs gegenüber der Vorgängerversion geführt. Usern wird daher geraten, das Update über WLAN auszuführen – und am besten auch erst ein paar Tage nach dem offiziellen Release. (rnf)

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