iPipet verwandelt das iPad in eine smarte Arbeitshilfe

Das iPipet-System soll Forschern beim Pipettieren helfen. Pipettierpläne, die im Vorhinein als Excel-Datei hochgeladen wurden, werden durch die Anwendung so aufbereitet, dass die entsprechenden Start- und Zielorte der Flüssigkeiten oder Zellen, die pipettiert werden sollen, farbig markiert werden. [...]

iPipet soll Laboralltag vereinfachen. (c) John Correa/Whitehead Institute
iPipet soll Laboralltag vereinfachen.
Das System wurde am Whitehead Institute von Yaniv Erlich und Kollegen entwickelt. „In jedem Forschungsbereich wird pipettiert, seien es Biomedizin, Naturwissenschaften oder Pharmazie – die Übertragung von Lösungen oder Zellen von einer Mikrotiterplatte auf eine andere passiert im Laboralltag tausendfach“, erklärt Herbert Stangl, Leiter des Instituts für Medizinische Chemie und Pathobiochemie an der Universität Wien.
„Ich glaube, iPipet ist eine ganz nette Spielerei, aber für den Forschungsalltag sind iPads einfach viel zu teuer. Wenn ich in einem Labor bin und mit Flüssigkeiten arbeite, kann immer etwas umgeschüttet werden oder das iPad herunterfallen, dafür ist das Gerät nicht robust genug“, bewertet Stangl das neue System. Pipettierpläne, die im Vorhinein als Excel-Datei hochgeladen wurden, werden durch die Anwendung so aufbereitet, dass die entsprechenden Start- und Zielorte der Flüssigkeiten oder Zellen, die pipettiert werden sollen, farbig markiert werden. Dann müssen die Mikrotiterplatten nur noch auf das iPad gestellt werden, wo die richtigen Näpfchen beleuchtet werden, aus denen dann zu pipettieren ist.
Dass das iPad das Labor erobert, ist also nicht allzu wahrscheinlich – zumindest nicht als Arbeitsunterlage. Aber, so Stangl: „Eine interessantere Anwendung des iPads im Labor, von der ich kürzlich erfahren habe, ist die Koppelung an eine externe Kamera, die Zellen während ihres Wachstums kontinuierlich fotografiert.“ Dieses System nennt sich CytoMate http://cytomate.com.(pte)

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