Jeremy Rifkin in Kitzbühel über die Dritte Industrielle Revolution

Die Digitalisierung betrifft nicht nur die IT-Branche. Auf dem Branchentreff der Immobilienwirtschaft referierte der US-Ökonom und Buchautor Jeremy Rifkin über künftige, durch die Digitalisierung und das Internet der Dinge kommende Veränderungen. [...]

Jeremy Rifkin auf der re.comm: „The Third Industrial Revolution will save our economic system and our environment from collapsing“. (c) epmedia / Jana Madzigon
Jeremy Rifkin auf der re.comm: „The Third Industrial Revolution will save our economic system and our environment from collapsing“.

Die bereits zum fünften Mal in Folge veranstalteten re.comm nützen Führungskräfte  der Immobilienwirtschaft zum Austausch mit Branchenkollegen, aber auch, um sich in exklusiver Runde von renommierten Vortragenden aus aller Welt inspirieren zu lassen. Diesmal hielt Jeremy Rifkin, Bestseller-Autor von 20 Büchern, die in über 35 Sprachen übersetzt wurden, einen Vortrag über „Intelligente Vernetzung von Regionen und Städten: Die dritte industrielle Revolution“.  
Rifkins Prognosen für die Zukunft fordern zu schnellem Handeln auf: „Unsere Ökosysteme kollabieren langsam. Wir können nicht zurück, wir können das nicht umkehren, wir können nur noch eine totale Katastrophe abwenden.“ Die Weichen für diese Situation wurden nach Ansicht Rifkin 2008 gestellt: „It started in 2008 – the peak of the total shutdown in a climatic and economic way.“
Rifkin wendet sich auch dem Internet of Things (IoT) zu, das er als ein von unserer Gesellschaft kreiertes Supergehirn erachtet, das sich außerhalb unseres Denkens befindet. Dieses beinhaltet alles Wissen, das die Menschheit je hervorgebracht hat. Diese Entwicklung lässt sich aber laut Rifkin schwer mit dem Bedürfnis nach Privatsphäre vereinen, denn wir sind 24 Stunden vernetzt und es werden täglich Millionen Gigabite Daten ausgetauscht. Den Prognosen des Ökonomen zufolge braucht unsere Gesellschaft drei Generationen um überhaupt zu verstehen, welche revolutionäre Entwicklung gerade im Gange ist. „Kapitalismus und Sozialismus sind alte Systeme. Aber gleichzeitig ist die Sharing-Economy noch wie ein Baby, das nicht bemerkt, was um es passiert. Man kann die Digitalisierung als Elternteil dieses Babys sehen. Wir alle können Videos, Musik und andere Produkte miteinander über das Internet tauschen – die Marginalkosten sind gleich null,“ so Rifkin zu der aktuellen Entwicklung.
Digitalisierung als Dritte Industrielle Revolution 
Ein weiterer Fokus des Vortrages war die Dritte Industrielle Revolution: In jeder industriellen Revolution gibt es drei wesentliche Faktoren – eine neue Kommunikationstechnik, neue Formen der Energie und damit verbunden neue Formen des Transports – die die wirtschaftlichen Begebenheiten neu ordnen. In der dritten, oder auch Digitalen Revolution sind alle drei Faktoren mit dem Internet verbunden: Das Kommunikationsinternet, an dem jeder Smartphone-User bereits teilhat, mischt sich nun mit der Sharing Economy, die auch den Energiemarkt beeinflusst. Jeder Nutzer, der über Sonne oder Wind Energie erzeugt, kann sie nun in den Markt einspeisen. Das, so Rifkin, wird den Markt revolutionieren. Kombiniert mit fahrerlosem Transport soll all das die Vision eines Smart Europe wahr werden lassen. 
Weitere Informationen über das Event gibt es unterhttp://www.recomm.eu>www.recomm.eu. 

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