Kapsch: Digitale Vermessung der Grazer Innenstadt

Kapsch hat in Graz ein System errichtet, mit dem Wirtschaftsbetriebe und Stadtregierung gemeinsam integrierte Konzepte für Stadtentwicklung und -marketing entwickeln. [...]

Einkaufen in der Grazer Innenstadt (c) Graz Tourismus Harry Schiffer
Einkaufen in der Grazer Innenstadt

Die Messung von Besucherfrequenzen liefert Planungsdaten für Verkehrssteuerung, neue Marketingkonzepte in Form punktgenau gesteuerter digitaler Medienangebote, für die Festlegung von Öffnungszeiten oder die Ressourcenplanung. In Graz haben sich Innenstadthändler, Gastronomiebetreiber, Immobilieneigentümer und Dienstleister zu der Gemeinschaftsaktion „Grazer Innenstadt“ (GGI) zusammengefunden. Sie alle greifen auf die Daten eines Systems für Frequenzmessung zu, das http://www.kapschbusiness.com/ - external-link>Kapsch Businesscom in Graz errichtet hat.

„Wenn wir wissen, wie viele potenzielle Kunden zu welchen Zeiten in der Innenstadt unterwegs sind, können wir punktgenaue Angebote entwickeln. Und wir können gemeinsam den Konsumentinnen und Konsumenten ein stimmiges Gesamtbild der Marke ‚So richtig Echt – Grazer Innenstadt‘ vermitteln“, sagt Martin Auer, Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckereikette und Mitglied der Gemeinschaftsaktion. Diese hat im Vorjahr erfolgreiche Aktivitäten im Advent ins Leben gerufen. In die Konzeption sind Messdaten eingeflossen, die unter anderem Auskunft darüber geben, wie viele Passanten einzelne Gassen frequentieren. In der Herrengasse etwa waren es in einer Adventwoche bis zu 140.000 Menschen, in der gesamten Innenstadt bis zu 870.000.

ZÄHLEN MIT OPTIK, WLAN, BLUETOOTH

In der Basisversion arbeitet das von Kapsch verwendete System mit optischen Sensoren sowie WLAN und Bluetooth-Antennen. „Unsere Lösung ist als Baukastensystem gestaltet, das Schnittstellen für die Integration weiterer Systeme bietet“, so Franz Semmernegg, Vorstand von Kapsch BusinessCom.

Die derzeit erfassten Daten werden in einem Dashboard visuell aufbereitet. Daraus lassen sich Erkenntnisse zu Passantenfrequenz, Turn-in-Rate, Verweildauer, Wiederbesuchshäufigkeit und Zonenfrequentierung ableiten. Datenschutz wird dabei großgeschrieben. Die Lösung entspricht den Angaben zufolge höchsten Standards und allen gesetzlichen Bestimmungen. „Was Onlineshops schon längst tun, nämlich ihr Angebot und ihre Marketingaktionen auf Basis von Datenanalysen zu gestalten, steht jetzt auch Shops im realen Raum zur Verfügung“, beschreibt Semmernegg die Vorteile der digitalen Vermessung von Innenstädten. (pi/rnf)

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