Kapsch erhält Auftrag zur Erweiterung des Mautsystems in Weißrussland

Die im Prime Market der Wiener Börse notierte Kapsch TrafficCom AG erhält den Auftrag zum Ausbau des Mautstraßennetzes in Weißrussland. Insgesamt sollen in Weißrussland in den kommenden zehn Monaten weitere 323 Kilometer für das Mautsystem BelToll verfügbar gemacht werden. [...]

(c) mattbuck -  Creative Commons 3.0

Der Ausbau steht im Zusammenhang mit dem langfristigen Infrastrukturausbauprogramm der Regierung. Kapsch fungiert in Weißrussland sowohl als Entwickler wie auch als Betreiber des Mautsystems.

Dabei sollen unterschiedliche Fernstraßen im ganzen Land zusätzlich erfasst werden. Die geplante Erweiterung des Mautstraßennetzes erstreckt sich auf Abschnitte der Fernstraßen P99, P23, P21 sowie auf Teile der Autobahnen M5 und M6. Das gesamte BelToll-Straßennetz soll damit nach vollständiger Realisierung des nunmehr beschlossenen Ausbaus mehr als 1.500 Kilometer umfassen – fast doppelt so viele wie zu Beginn der elektronischen Mauterhebungen vor rund eineinhalb Jahren am 1. August 2013.

„Von Anfang an haben wir in Weißrussland ein Mautsystem nach höchsten internationalen Standards und mit den neuesten Technologien aufgebaut“, erklärt Michael Gschnitzer, Vice President International Sales bei Kapsch TrafficCom. „Aufgrund der geografischen Lage des Landes ist die Mauterhebung insbesondere auf Transitstraßen ein technischer und administrativer Faktor von größter Bedeutung. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Infrastruktur des Landes.“ Das System basiert auf Mikrowellentechnologie, die eine Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur ermöglicht. Das erlaubt eine effiziente Mauterhebung im fließenden Verkehr. Bemautet werden nahezu alle Fahrzeuge, ausgenommen sind PKW mit weniger als 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, die in Ländern der  Eurasischen Wirtschaftsunion registriert sind.

Das elektronische Mautsystem BelToll ging am 1. August 2013 in Betrieb und wird seitdem sukzessive erweitert, von 815 Kilometern zu Beginn auf nunmehr 1.512 Kilometer. Bislang wurden mehr als 220.000 Fahrzeuge für das System registriert (Stand: Juli 2015), die von rund 90 Kontrollpunkten erfasst werden. Das System ist für eine Betriebsdauer von 20 Jahren ausgelegt. (pi)


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