Kapsch: GSM-R-Auftrag in der Slowakei

Kapsch stattet in die rund 250 km lange Strecke von Bratislava über Zilina und Cadca bis zur tschechischen Grenze mit GSM-R Technologie aus. [...]

Das Projekt hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro. (c) Kapsch
Das Projekt hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro.

Kapsch CarrierCom und AZD Praha s.r.o, Hauptlieferant für das Signalisierungssystem ETCS, werden gemeinsam die rund 250 km lange Strecke von Bratislava über Zilina und Cadca bis zur tschechischen Grenze im Nordwesten des Landes mit GSM-R-Technologie ausstatten. Auftraggeber des Projekts mit einem Volumen von rund 20 Millionen Euro sind die slowakischen Staatsbahnen ZSR (Zeleznice Slovenskej Republiky). Generalunternehmer für die Umsetzung des öffentlichen Auftrags ist AZD Praha.

Die Projektpartner Kapsch und die tschechische AZD Praha s.r.o. werden bis Ende 2015 das europäische Eisenbahnverkehrsleitsystem ERTMS (European Rail Traffic Management Systems) im slowakischen Bahnnetz implementieren. Das Projekt besteht aus zwei Teilen: Kapsch CarrierCom ist für die Implementierung des Funknetzes basierend auf GSM-R-Technologie auf der Gesamtstrecke von Bratislava bis zur tschechischen Grenze zuständig. Generalunternehmer AZD Praha übernimmt den Aufbau des Signalisierungssystems ETCS (European Train Control System) Level L2 auf der Teilstrecke von Zilina über Cadca bis zur tschechisch-slowakischen Grenze.

Kapsch errichtet ein GSM-R-Netzwerk auf Basis der 3GPP Release 4 Core Technologie. Ziel des Projektes ist es, die technische Infrastruktur des Eisenbahnnetzes so aufzurüsten, dass Interoperabilität im transeuropäischen Bahnverkehr ermöglicht wird. „Dieses Projekt ist für uns eine besondere Referenz, denn die Implementierung von ERTMS in der Slowakei ist aufgrund der dort verlaufenden Transitkorridore ein wichtiges Element bei der Realisierung eines modernen gesamteuropäischen Bahnnetzes“, erklärt Kari Kapsch, CEO Kapsch CarrierCom.

Drei Bahnkorridore – West-Ost, Nord-Süd und Süd – verlaufen durch die Slowakei, diese sind für den kontinentaleuropäischen Transitverkehr von großer Bedeutung. Das einwandfreie Zusammenspiel der Sicherheitssysteme ist daher wesentlich. Die grenzüberschreitende Interoperabilität und das reibungslose Funktionieren des internationalen Bahnverkehrs sollen durch die Implementierung von ERTMS, das von der Europäischen Union als Standard definiert wurde, sichergestellt werden. Das System besteht aus zwei wesentlichen Komponenten – dem einheitlichen Signalisierungssystem ETCS und der Funktechnologie GSM-R. Die Bahnnetze der EU-Mitgliedsstaaten werden seit dem Jahr 2005 sukzessive mit ERTMS ausgerüstet. Die Einführung soll bis spätestens 2017 in weiten Teilen des transeuropäischen Bahnnetzes abgeschlossen sein. (pi)


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