KI-Tool „DiffProf“ hilft stromsparende Apps zu entwickeln

Das von Forschern der Purdue University entwickelte Tool "DiffProf" nutzt Künstliche Intelligenz (KI), die für einen Entwickler automatisch entscheidet, ob eine bestimmte Funktion einer App verbessert werden sollte, damit sie weniger Akkuladung verbraucht. [...]

Das neue Tool "DiffProf" erkennt Batterie-Verschwender.
Das neue Tool "DiffProf" erkennt Batterie-Verschwender. (c) Purdue University / Kayla Wiles

Über das reine Erkennen von Stromfressern hinaus, zeigt das Tools auch auf, welcher Änderungen es bedarf, um den Stromverbrauch zu senken und wie diese vollzogen werden könnten.

Unterschiede erkennen

Bereits im Jahr 2012 entwickelte das Team unter der Leitung von Y. Charlie Hu ein Tool, mit dem Entwickler Hotspots im Quellcode identifizieren können, die für den Batterieverbrauch einer App verantwortlich sind. „Das war ein großer Schritt vorwärts, aber er reichte nicht aus, denn Entwickler wissen oft nicht, was sie mit Informationen über die Energiesauger machen sollen“, erklärt Hu.

Die Ausführung von Codes kann sich den Experten der Purdue University zufolge zwischen zwei Anwendungen sehr dramatisch unterscheiden, selbst wenn die Entwickler dieselbe Aufgabe implementieren. DiffProf erkennt diese Unterschiede und zeigt an, warum etwa eine Messaging-Funktion einer App mehr Energie verbraucht als eine andere Messaging-App. Anschließend gibt das Tool Auskunft darüber, wie die App umgeschrieben werden sollte, um weniger Energie zu verbrauchen.

Breite Akzeptanz erforderlich

„Letztendlich müssten alle Entwickler ihre Anwendungen energieeffizienter machen, damit diese Methode im Endeffekt für ein ganzes Smartphone einen großen Unterschied macht. Die Wirkung hängt auch davon ab, wie intensiv jemand bestimmte Apps nutzt. Jemand, der häufig Messaging-Apps verwendet, kann eine längere Akkulaufzeit haben, aber jemand, der seine Messaging-Apps überhaupt nicht verwendet, vielleicht nicht“, resümiert Abhilash Jindal, Mitbegründer von Mobile Enerlytics. Bisher wure DiffProf nur an Android–Geräten getestet.

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