Gastkommentar: „Kill Switch“ für Smartphones

In den USA wird aktuell den größten US-Mobilfunk-Providern vorgeworfen, dass sie eher an ihren Profit denken, als an die mobile Sicherheitstechnologie – zum Beispiel an den Diebstahlschutz, den sogenannten "Kill Switch". Marc Rogers, Principal Security Researcher von Lookout, kommentiert diese Diskussion. [...]

Marc Rogers ist Principal Security Reseacher bei Lookout (c) Lookout
Marc Rogers ist Principal Security Reseacher bei Lookout

Ein ‘Kill Switch’ ist eine interessante Lösung für die mobile Sicherheit von Smartphones. Diese Art von Feature muss jedoch mit größter Vorsicht implementiert werden. Denn mit dieser einzigen Funktion kann der Nutzer sein mobiles Gerät dauerhaft und unwiderruflich sperren – dieser Schritt muss sehr sicher und vom Nutzer wohl überlegt sein. Wir von Lookout müssen daher sicherstellen, dass der „Kill Switch“ nicht von Hackern aktiviert werden kann.

In der Realität gibt es keine Wunderwaffe, um das Kriminalitätsproblem rund um das Smartphone zu lösen. Um das Problem von allen Seiten zu bekämpfen, muss die gesamte Mobilfunk-Industrie zusammenarbeiten. Sicherheitstechnologien müssen immer optimiert werden, keine Frage. Aber auch die Industrie sollte Aufklärungsarbeit leisten, wie Nutzer ihre Daten und ihre Handys optimal schützen können. Eine Möglichkeit wäre, die mobile Sicherheitslösung auf den Smartphones so zu installieren, dass sie nicht gelöscht werden kann. Nutzer können zum Beispiel dann ihre gestohlenen Handys verfolgen und identifizieren. So leisten wir einen Beitrag, um Straftaten erfolgreich aufzudecken.

* Marc Rogers ist Principal Security Reseacher bei Lookout, Leiter Security Operations bei der Hackerkonferenz Defcon. Zudem war er bei einem internationalen Netzbetreiber viele Jahre für das Thema Sicherheit zuständig.


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