Mitarbeiter im Zentrum – wie Employee Experience heute funktioniert

Employee Experience ist weit mehr, als es das klassische Verständnis von Mitarbeiterzufriedenheit hergibt – es geht darum, jede Interaktion, jeden Moment zwischen Unternehmen und Mitarbeiter aktiv zu gestalten, um eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich alle Mitarbeiter voll einbringen können. [...]

Die erfahrene HR-Expertin Daniela Porr ist seit Anfang 2016 bei Workday für das Produkt Marketing zuständig. Employee Experience ist ihr persönlich ein wichtiges Anliegen. (c) Workday

Die Employee Experience ist somit zuallererst eng verwoben mit jeglichen Instrumenten der HR und Personalentwicklung – und das vom ersten Kontakt im Recruiting an, über ein gelungenes Onboarding, bis hin zu Weiterbildung, Karriereentwicklung, Beförderungen und Rollenveränderungen.

Gleichzeitig beruht eine funktionierende Employee Experience Strategie auf gelebter Unternehmenskultur: Das Arbeitsleben sollte idealerweise ein möglichst inspirierendes, motivierendes und produktives Erlebnis für alle Mitarbeiter sein – die dann mit voller Energie daran mitwirken, den Unternehmenserfolg anzukurbeln. In einer Zeit, die nicht nur von Veränderungen durch die Pandemie, sondern auch von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt ist, gehört dazu selbstverständlich auch, dass sich wirklich Jede und Jeder einbringen können: Eine Kultur also, die Diversität & Zugehörigkeit ernst nimmt und den Diversity-Gedanken bei jedem Schritt der HR-Arbeit mitdenkt. 

Und schließlich sollte HR-Technologie auf dieser Reise unterstützen und Führungskräften und Mitarbeitern personalisierte, maßgeschneiderte Tools an die Hand geben, um Ziele zu setzen und zu erreichen, hilfreiche Informationen und Inhalte präsentiert zu erhalten, und einfach bessere Entscheidungen treffen zu können.

Damit sind der Begriff selbst, der Nutzen für die Organisationen und ihre Mitarbeiter und die Basis für einen gelungenen Ansatz geklärt. Eine gute Employee Experience ist sozusagen eine Win-win-Situation für alle im Unternehmen. Und: Für die Umsetzung einer nachhaltigen Strategie gibt es inzwischen zahlreiche, ausgereifte Tools.

Ein Beispiel dafür sind Lösungen wie Workday Journeys, mit denen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter von Anfang an besser einbinden können und eine personalisierte Arbeitsumgebung schaffen, die sie durch Veränderungen und durch alle für sie wichtigen oder kritischen Momente leitet. Workday Journeys unterstützt dabei bei der Erstellung eines breiten Spektrums von Employee Experiences für Krisenbewältigung, Onboarding, Arbeitsplatzwechsel, Gesundheit und Wohlbefinden sowie im Bereich Diversity &Inklusion. Workday Journeys können beispielsweise Aufgaben, Schulungen, Knowledge-Base-Artikel basierend auf den Bedarfen von Mitarbeitern bereitstellen und so Unterstützung bei Veränderungsprozessen gewähren. 

Ein weiteres Beispiel ist der Talent Marketplace von Workday, der Machine Learning nutzt, um Mitarbeiter und mögliche Projekte im Unternehmen auf Basis von Skill-Management miteinander zu verbinden. Weg von althergebrachten, rigiden Ansätzen der bloßen Mitarbeiterverwaltung, schafft der Marktplatz-Ansatz für Mitarbeiter Transparenz und einen demokratisierten Zugang zu Möglichkeiten, sich im Unternehmen aufgrund seiner Skills einzubringen. Und für das Unternehmen ist es ein Tool im Agilitäts-Arsenal: Der Zugang zum gesamten Talent-Pool erleichtert es, versteckte Talente zu finden, und mit genau den richtigen Talenten den richtigen Aufgaben zu arbeiten.

Auch solche Tools zahlen auf das Konto einer offenen, Diversity-orientieren Kultur ein: Möglichkeiten werden offen für Jeden und Jede sichtbar und zugänglich, basierend auf validierten Skills und Erfahrungen.

Es ist wesentlich, eine hervorragende Arbeitsatmosphäre und Experience für alle Mitarbeitenden in der Organisation zu schaffen, um so die Mitarbeiterzufriedenheit und das Engagement zu erhöhen – was wiederum auf den Unternehmenserfolg einzahlt.

Erfolgskontrolle ist hier ein wichtiger Aspekt. Darin eingeschlossen sind auch Umfragen zur Zugehörigkeitsempfindung – wie weit fühlen sich Mitarbeiter im Unternehmen wirklich wohl und als Teil des Ganzen? Eher weiche Themen wie eben diese Zugehörigkeit („Belonging“) und Diversity werden zusehends wichtiger auch für die Unternehmen in der DACH Region. Nachhaltige B&D-Initiativen gehen über bloßes Diversity-Reporting hinaus und zielen klar darauf ab, ein integratives, faires und positives Arbeitsumfeld für wirklich alle im Unternehmen zu schaffen.

Nicht zuletzt kann zu einer wirklich guten Employee Experience auch die Entlastung vom sprichwörtlichen „lästigen Kleinkram“ beitragen. Damit sind Backoffice-Prozesse gemeint, an denen niemand vorbeikommt: den Urlaubsantrag einreichen, Spesen abrechnen oder die Krankschreibung vorlegen. Lassen sich diese Dinge einfach und intuitiv von ein und derselben, zentralen Stelle erledigen – idealerweise von jedem mobilen Endgerät aus – gehört auch das zur gelungenen Employee Experience.

Beachtet man diese großen und – vermeintlich – kleinen Aspekte in der Employee Experience Strategie, dann wird diese zum Gewinn für Mitarbeiter und Unternehmen.

*Daniela Porr ist seit Anfang 2016 bei Workday für das Produkt Marketing zuständig. Sie blickt auf 15 Jahre Erfahrung in Personalarbeit und HR-Technologie zurück: Ursprünglich auf HR-Seite in der Personal- und Organisationsentwicklung, spezialisierte sie sich zunehmend auf die Einführung und den Betrieb von Skill- und Performance-Software sowie die stimmige Abbildung fachlicher Prozesse – immer mit Blick auf die Kommunikations- und Veränderungsgestaltung.


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