Warum Smartphones den IT-Bedarf im Handel drastisch steigern werden

Wie schnell war deine IT heute? Dies ist eine Frage, die sich CIOs in Handelsunternehmen in Zukunft öfters stellen werden. Denn: Immer mehr Fachbereiche benötigen Datenanalysen in Echtzeit, um mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen Warenströme zu steuern, die Preisgestaltung zu optimieren oder Kunden auf Basis aktueller Daten individuell anzusprechen. [...]

Otto Neuer ist Vice-President Sales, EMEA Central, Talend. (c) Talend
Otto Neuer ist Vice-President Sales, EMEA Central, Talend. (c) Talend

Angetrieben wird diese Entwicklung durch den Trend, dass immer mehr Endverbraucher mit ihren mobilen Endgeräten auch am Point-of-Sale unterwegs sind und sich dort über Preise, Lieferzeiten sowie Bewertungen auf Social-Media–Plattformen informieren. Wer als Unternehmen also die Customer Experience an allen Touch Points mit der eigenen Marke optimieren möchte, benötigt stets aktuelle Daten zu Kunden und Märkten.

In der Vergangenheit haben hierfür klassische Datenwarehouse-Lösungen ausgereicht. Die Abverkäufe wurden ein- bis zweimal im Monat konsolidiert und dazu genutzt, die Sales-Strategie für die kommenden Wochen anzupassen. Heute sind Kunden mit ihren Smartphones in der Lage, kurzfristig auf Rabattaktionen des Wettbewerbs zu reagieren. Auch Erfahrungsberichte aus Vergleichsportalen oder aktuelle Social Media-Diskussionen fließen in Echtzeit in die Kaufentscheidung ein. Wer als Handelsunternehmen also künftig agil am Markt reagieren möchte, sollte seine Datenauswertung über Realtime-Analysen erweitern und dazu die zahlreichen neuen Datenquellen, wie Social Media–Plattformen, integrieren.

Online-Shopping bedeutet Echtzeit

Aber auch insgesamt werden für den Handel die Kunden mit Smartphones immer wichtiger. Der Anteil des mobilen Online-Umsatzes lag im Jahr 2017 nach Angaben des Handelsverbandes in Deutschland bei rund 40 Prozent. Im Vergleich zu 2016 war das ein Plus von 15 Prozent. Für den stationären Handel wird das Smartphone auch deshalb so wichtig, da Hersteller ihre Kunden direkt über Werbung ansprechen können, wenn diese über Technologien wie Bluetooth, GPS-Ortung oder Beacons ihren Standort mitteilen. Zusätzlich zu den eher klassischen Push-Nachrichten auf die Handys experimentieren Händler mit einem Tracking während des Einkaufs, um so typische Einkaufsmuster zu erkennen. Über diese Datenanalysen gelingt es, Kundenströme zu verstehen und zu steuern, wodurch sich wiederum die Customer Experience optimieren lässt.

Ergänzend hierzu veröffentlichte der IT-Branchenverband Bitkom im Februar die Ergebnisse einer Umfrage zum zukünftigen Einkaufsverhalten von Verbrauchern in Deutschland. Demnach steht ein WLAN-Zugang für Kunden im Shoppingcenter weit oben auf der Prioritätenliste. Schon die Information im Internet, ob ein Artikel im Ladengeschäft verfügbar ist, wäre für viele Kunden ein starker Besuchsimpuls. Zudem wünscht sich mehr als jeder Dritte auf dem Smartphone Echtzeitinformationen über die Produktverfügbarkeit im Ladengeschäft.

Somit wird die Digitalisierung von Marketing, Logistik, Vertrieb bis hin zum Point-of-Sale auch zukünftig zu den zentralen Herausforderungen im Handel zählen. Lösungen für Data-driven Marketing, Data-driven Pricing und Realtime-Analysen haben alle gemeinsam, dass hierfür stets aktuelle Daten verfügbar sein müssen. Die gute Nachricht für CIOs: Die benötigten IT-Infrastrukturen lassen sich heute ohne große Kapitalinvestitionen in eigene Server auf Basis von Cloud-Technologien realisieren. Skalierende und nach Aufwand berechnete Cloud-Services erlauben es auch solchen Unternehmen, die nicht über leistungsfähige Rechenzentren verfügen, komplexe Datenanalysen in Echtzeit zu nutzen. Anbieter wie Talend liefern hierfür beispielsweise die notwendigen Integrationstechnologien, um bestehende Datensilos zu integrieren und in der Cloud für weitere Auswertungen bereitzustellen.

Aus technologischer Sicht sollten sich IT-Architekten insbesondere auf das API-Management fokussieren. Erst durch das Zusammenführen verschiedener Datenquellen und Anwendungen entsteht ein echter Mehrwert für die eigene Organisation, da alle Mitarbeiter über die gleichen Daten verfügen. Die Cloud wird in dieser Infrastruktur zu einem zentralen Datenspeicher, auf den sich über offene APIs auch Partner und weitere Applikationen einbinden lassen. Die Lösung Talend Integration Cloud beschleunigt solche Cloud-basierte und lokale Integrationsprojekte durch skalierbare Platform-as-a-Service-Leistungen. Das Ergebnis: Beliebige Datenquellen lassen sich zu einem Data Lake vereinen, in dem Cloud-basierte Analytics-Anwendungen nach den gewünschten Informationen fischen.

Die eingangs gestellte Frage nach „Wie schnell war Deine IT heute“ bestimmt somit der CIO künftig per Mausklick selbst: Reicht die vom Fachbereich geforderte Rechenleistung nicht aus, buchen die IT-Experten mit wenigen Klicks zusätzliche Ressourcen von Anbietern wie Amazon AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud hinzu.

*Otto Neuer ist Vice-President Sales, EMEA Central, Talend.

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