Lockheed Martin betankt Drohnen per Laserstrahl

Wie Militärzulieferer und Flugzeughersteller Lockheed Martin bekannt gegeben hat, ist man dort nun in der Lage, eine der eigenen Drohnen mittels Laserstrahls während des Fluges "aufzutanken". Damit konnte man die Flugzeit des autonomen Vehikels auf beeindruckende 48 Stunden erhöhen. [...]

(c) Lockheed Martin
Vor der Implementation der Akku-Fernladung musste das Drohnen-Modell „Stalker UAS“ bereits nach zwei Stunden wieder auf den Boden. Der kleine Robo-Flieger ist bereits seit 2006 im Dienste der „Special Operations“-Einheit der US-Luftwaffe unterwegs und wird hauptsächlich für Aufklärungsmissionen herangezogen.
Sie wurde mit einem proprietären System der in Seattle ansässigen Firma Lasermotive ausgestattet, die sich auf drahtlosen Energietransfer spezialisiert hat. Das Modul generiert Energie, wenn es mit einem gebündelten Laserstrahl beschossen wird, und speist damit den Akku. Wie groß die Reichweite dieser Lademöglichkeit und ihre Verlustleistung ist, wurde nicht bekannt gegeben.
Laut den Lockheed-Forschern war die Batterie der Drohne am Ende des Probelaufs im Windkanal stärker geladen als zu Beginn. Wahrscheinlich wäre „Stalker“ noch wesentlich länger in der Luft geblieben, jedoch wurde der Test nach zwei Tagen beendet, da die ursprünglich gesetzten Ziele bereits übertroffen wurden.
„Dieses Experiment ist eines der letzten Schritte vor dem Feldversuch mit lasergetriebenem Flug“, so Tom Nugent, Präsident von LaserMotive. „Durch die Möglichkeit des Aufladens während des Flugs wird dieses System schlussendlich die Möglichkeiten von elektrischen Fluggeräten erweitern, sie beständiger und für neue Aufgaben bereit machen.“ Nun möchte man auch einen Outdoor-Test mit „Stalker“ unternehmen, um die Tauglichkeit der Technologie unter Realbedingungen unter Beweis zu stellen. (pte)

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