„MachUp“: Drohnen designen im Browser

Die Software "MachUp" bietet jetzt jedem die Möglichkeit, sich einfach im Browser im Drohnen-Designen zu versuchen. [...]

Drohnen-Design am Computer wird zugänglich für Alle. (c) esu.edu
Drohnen-Design am Computer wird zugänglich für Alle.

Entwickler Doug Hunsaker, Professor für Maschinenbau und Luftfahrttechnik an der Utah State University, will damit Start-ups im Drohnen-Geschäft und so letztlich auch der Allgemeinheit helfen. Denn MachUp soll es leicht machen, die Aerodynamik von Designs zu optimieren und sichere Drohnen zu entwickeln.

Aerodynamischer Rechner

Kompakte Drohnen erobern zunehmend den Alltag, beispielsweise als fliegende Sensoren in Forschung und Landwirtschaft oder für Zustellungen. MachUp soll es Neueinsteigern erleichtern, auf dem Wachstumsmarkt mitzuspielen. „MachUp erlaubt dem Nutzer ein Fluggerät zu designen. Die Software wird aerodynamische Informationen berechnen“, erklärt Hunsaker. Zur Nutzung der Standard-Version reicht ein Browser, mittels modernem 3D-Web-Rendering werden Designs dargestellt. Für fortgeschrittenere User gibt es zudem eine Pro-Version zum Download, die noch umfangreichere Funktionen bietet.

Das kostenlose Tool soll den Zugang zum Drohnen-Design erleichtern. Denn zu Software, mit der große Luftfahrunternehmen Aerodynamik-Analysen durchführen, hat „der Durchschnittstyp im Normalfall keinen Zugang“, so Hunsaker. Falls doch, seien die Lizenzgebühren für Private oder kleine Start-ups oft erdrückend. Gerade die Letzteren sieht der Experte aber als wichtig für die kommerzielle Entwicklung. „Jede Mission ist anders, jede Anwendung wird eine einzigartige Drohne erfordern, die für einen sicheren und effizienten Einsatz designt werden muss“, erklärt er. Eben das soll die Veröffentlichung von MachUp erleichtern.

Starrflügel-Einschränkung
Laut Utah State ist MachUp ausgiebig getestet. Denn dutzende Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie die auf Luft- und Raumfahrtechnik spezialisierte Privatuni Embry Riddle haben das Programm bereits genutzt. Eine wesentliche Einschränkung hat MachUp aber dennoch: Das Programm dient nur der Entwicklung von Starrflügel-Drohnen. Solche Fluggeräte kommen beispielsweise für Agrar-Projekte oder bei der Medizin-Zustellung in Ruanda zum Einsatz.

Im Consumer-Segment spielen Starrflügler aber eine untergeordnete Rolle. Dort sind Quadcopter wie die „AR Drone“ von Parrot oder die „Phantom“-Reihe von DJI beliebter, die dank ihrer Konstruktion auch an fester Position schweben können. Bei bestimmten kommerziellen Anwendungen geht der Trend eher zu Quadcoptern. Dazu zählen Zustell-Drohnen für den urbanen Raum, wie sie beispielsweise Amazon entwickelt.


Mehr Artikel

Nur ein Lebensmittler befindet sich im Ranking der Top-100-Onlineshops. (c) Pixabay
News

Deutschlands Top-100-Onlineshops

Der deutsche E-Commerce kann sich auch in 2019 über ein zweistelliges Umsatzwachstum der Top-100-Onlineshops freuen. Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr beträgt 11,6 Prozent bei einem Gesamtjahresumsatz von 37,52 Mrd. Euro. Dies ergab die Studie E-Commerce-Markt Deutschland 2020 von EHI und Statista, aus der nun das Ranking der Top-100-Onlineshops erscheint. […]

Es liegt in der Verantwortung der Unternehmensleitung, ihre IT-Teams mit entsprechenden Lösungen, Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten auszustatten. (c) contrastwerkstatt - Fotolia
Kommentar

Wie Unternehmen auch nach der Krise die optimale Customer Experience erzielen

Der Druck auf IT-Abteilungen steigt: Sie sind weiterhin dafür verantwortlich, die reibungslose Funktionsfähigkeit von IT-Infrastrukturen und Anwendungen sowie IT-Sicherheit zu gewährleisten. Dies ist nötig, um nicht nur der verstreuten Belegschaft eine zufriedenstellende Digital Experience zu bescheren, sondern auch, um den sich verändernden Kundenerwartungen gerecht zu werden. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*