Media-Center-Software Kodi erklärt kriminellen Drittanbietern den Krieg

Das Kodi Media Center, eine Software für die Einrichtung eines Home-Theater-PCs, sagt Anbietern, die die Software für illegale Filminhalte missbrauchen, den Kampf an, denn immer öfter wird den Betreibern selbst die Verfügbarkeit von Raubkopien vorgeworfen. Die dafür genutzten Plug-ins sind allerdings von Drittanbietern. [...]

Die Kodi-Macher distanzieren sich von illegalen Streaming-Plugins. (c) CC0 Public Domain - pixabay.com
Die Kodi-Macher distanzieren sich von illegalen Streaming-Plugins.

Laut Kodi sei es akzeptabel, würde die Software auf TV-Boxen von Drittanbietern installiert – solange eine oberflächliche Installation stattfinde. Beim Hinzufügen anderer Plug-ins müsse aber ein neuer Name verwendet werden. Auf diese Weise hofft die Firma, sich zukünftig von illegalen Angeboten über sein Media Center (das früher als Xbox Media Center bekannt war) zu distanzieren und sich wieder auf seine eigenen Kunden fokussieren zu können.

Sogenannte „Pirate-TV-Boxes“, Geräte, die illegal und kostenlos auf im Internet verfügbare Filme zugreifen, sind ähnlich wie manipulierte TV-Karten allen großen Anbietern von Fernsehproduktionen ein Dorn im Auge. Unzählige Drittanbieter nutzen mittlerweile Kodi Media Center, um mit ihren Add-ons illegal auf Inhalte zuzugreifen. Aus diesem Grund wurde die Kodi-App bereits 2015 aus dem Amazon-Store verbannt.

Problematisch ist bislang, dass Kodi selbst keinen Einfluss auf die illegalen Software-Erweiterungen hat. Umso ärgerlicher ist es für die Betreiber, dass im Support-Bereich häufig nachgefragt wird, weshalb bestimmte Funktionen, die eindeutig für den Konsum von Raubkopien bereitstehen, nicht funktionieren. Das Unternehmen geht nun in die Offensive, um Abstand von den mit ihm verbundenen illegalen Aktivitäten zu gewinnen. (pte)


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