Mexiko gewinnt bei RobotChallenge 2015 in Wien

Die Wiener Aula der Wissenschaften war dieses Wochenende Treffpunkt für Roboterkonstrukteure aus der ganzen Welt: Im Rahmen des Jahrs der Forschung des BMWFW lieferten sich 640 fliegende, rennfahrende, Sumo ringende und humanoide Roboter aus 40 Ländern spannende Wettkämpfe. [...]

Hundert teilnehmende Roboter aus Mexiko bei der RobotChallenge 2015. (c) Christoph Welkovits
Hundert teilnehmende Roboter aus Mexiko bei der RobotChallenge 2015.

Die RobotChallenge 2015 ist Europas größter Wettbewerb für autonome Roboter und damit ein Highlight der internationalen Robotik-Szene. „Die besondere Atmosphäre und das stimmungsgeladene Publikum bei der RobotChallenge 2015 animierten die internationalen Nachwuchs-Forscher zu technologischen Höchstleistungen“, so Veranstalter Roland Stelzer von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC). Begeistert vom Flair der Veranstaltung zeigte sich auch Staatssekretär Harald Mahrer bei seinem Besuch: „In Japan pflegen Roboter die Leute, bei uns laufen und fliegen sie um die Wette. Man kommt sich vor wie in einem Science-Fiction-Film. In den selbstgebauten Robotern steckt beachtlich viel Hirnschmalz drin. Kreativität und Erfindergeist kennt kein Alter und keine Grenzen. Die RobotChallenge ist ein erster Vorgeschmack auf die neue automatisierte Welt.“

Mit insgesamt neun Pokalen heimsten die Roboterkonstrukteure aus Mexiko in diesem Jahr erstmals die meisten Preise ein und lösen damit die jahrelangen Titelverteidiger aus Polen vom Siegertreppchen ab. Platz 2 geht an Italien, Platz 3 an Russland. Ein österreichisches Schülerteam der HTL Mödling entschied mit ihrem Maturaprojekt die „Freestyle“ Kategorie, in der jährlich besonders außergewöhnliche Roboter prämiert werden, für sich: Der Roboter fährt und orientiert sich selbstständig im Raum und erstellt digitale Karten und Pläne seiner Umgebung. In Zukunft soll die Technologie im Rahmen eines automatisierten Transportsystems zum Einsatz kommen, mit dem Objekte ohne menschliches Zutun von A nach B transportiert werden. Seit September arbeiten die sechs Schüler an dem Projekt, in einem Monat wartet nach der RobotChallenge 2015 bei der mündlichen Matura die nächste Feuerprobe auf den Roboter. Auch Staatssekretär Mahrer gratuliert: „Ein toller Erfolg für das österreichische Siegerteam.“

Diehttp://www.robotchallenge.org/ - external-link>RobotChallenge 2015 wird von Happylab und der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) veranstaltet. Seit dem Jahr 2004 findet die Veranstaltung einmal jährlich in Wien statt und hat sich seither als eine der wichtigsten Veranstaltungen in der internationalen Robotik-Szene etabliert. (pi)

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