Mikroroboter sollen Materialschäden reparieren

Forscher der Ingenieurschule der Columbia University haben eine Strategie für den Einsatz winziger Roboter vorgestellt, die Defekte aufspüren, sich autonom zur Schadstelle hinbewegen und den Fehler beseitigen. [...]

Mikroroboter könnten anspruchsvolle Aufgaben wie etwa das Auffinden von Schadstellen übernehmen. (c) pixabay

Kyle Bishop, Assistenzprofessor für chemisches Engineering, nimmt die Natur bei der Entwicklung zum Vorbild. Schwimmende Bakterien suchen nach Regionen, in denen sie genügend Nährstoffe finden. Dazu besitzen sie Sensoren und molekulare Antriebe.

Autonome Bewegung als Ziel

„Die heute eingesetzten Partikel mit Eigenantrieb ähneln eher Zügen, deren Richtung von den Gleisen bestimmt wird“, sagt Bishop. Sie seien in ihrer Navigation also nicht wirklich autonom. Bishops Team hat einen anderen Ansatz gewählt, der auf Materialien beruht, die durch äußere Einflüsse ihre Form ändern. Diese können Temperaturänderungen oder pH-Wert-Verschiebungen der Umgebung sein. Diese Formänderung führt zu einer autonomen Bewegung.

„Zunächst zeigen wir, wie reagierendes Material als Bord-Computer für winzige Roboter eingesetzt werden kann“, so Bishops Doktorand Yong Dou. „Die Roboter sind kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares.“ Solche Mikroroboter könnten anspruchsvolle Aufgaben übernehmen, etwa das Auffinden von Schadstellen, den automatischen Transport von Reparaturmaterial und die Reparatur von Werkstoffen, Zellen und Gewebe selbst. Als Motoren wollen die Forscher eines Tages Elastomere auf der Basis von Flüssigkristallen und Gedächtnislegierungen einsetzen, die auf Temperaturänderungen reagieren.


Mehr Artikel

News

E-Scooter sind leichtes Ziel für Hacker

E-Scooter sind äußerst anfällig für Angriffe von Hackern, die es auf den Diebstahl von wichtigen Daten abgesehen haben. Nutzer der populären Roller können so nicht nur überwacht, sondern auch auf ihrem Weg in die Irre geführt werden. Das ergibt eine Studie der University of Texas in San Antonio. […]

News

Fachkräftemangel flaut ab

Die Trendwende scheint sich langsam abzuzeichnen: Der Bedarf an Fachkräften ging letztes Jahr in allen Bundesländern gegenüber 2018 zurück. Besonders im zweiten Halbjahr 2019 waren verfügbare Jobs in der Technik, im Finanz- und Rechnungswesen, Verkauf und Personal Mangelware. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .