Mobile Payment: Wie wir in Zukunft bezahlen könnten

Österreicher zahlen am liebsten in bar. Vier von fünf Transaktionen werden immer noch so abgewickelt. Das zweitbeliebteste Zahlungsmittel ist wenig überraschend die Bankomarkarte. Mobile Paymant ist indes noch nicht wirklich salonfähig. [...]

Vier von fünf Transaktionen in Österreich werden immer noch in bar abgewickelt. Mobile Payment ist noch nicht im Massenmarkt angekommen. (c) Fotolia_ayo's photo
Vier von fünf Transaktionen in Österreich werden immer noch in bar abgewickelt. Mobile Payment ist noch nicht im Massenmarkt angekommen.

Auf Platz zwei der beliebtesten Zahlungsmittel liegt, mit erheblichem Abstand, die Bankomatkarte mit rund einem Viertel des Gesamttransaktionsvolumens. In den kommenden Monaten und Jahren wird allerdings ein schon vor Jahren prophezeiter und genauso oft tot geglaubter Stern am Zahlungshorizont aufgehen: Mobile Payment.

WARUM MOBILE PAYMENT NOCH NICHT DURCHSTARTET
Obwohl in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Tests mit mobilem Bezahlen gestartet und viele wieder eingestellt wurden, hat sich heute die Ausgangslage in den Bereichen Nutzerverhalten, Übertragungsstandards und Endgeräte so stark verändert, dass ich überzeugt bin, dass wir unsere Smartphones bald immer häufiger zum Bezahlen verwenden werden:

1.) Smartphones als universale Alltagshelfer
Smartphones sind heute den Menschen viel wichtiger, als noch vor einigen Jahren und sind zu unserem täglichen Begleiter in allen Lebenslagen geworden. Laut Mobile Marketing Association nutzen sieben von zehn Österreichern ein Smartphone, 57 Prozent der Männer und gar 72 Prozent der Frauen können sich kein Leben mehr ohne Handy vorstellen und viele Menschen empfinden es schlimmer, ihr Smartphone zuhause zu vergessen, als ihre Geldtasche.

2.) NFC ist nicht das Allheilmittel
Während die Branche in den vergangenen Jahren die Etablierung von Mobile Payment mit dem Durchbruch der Nahfunktechnologie, kurz NFC, verknüpfte, der Mobilfunkriese Apple allerdings auch in der neuesten Version des iPhones keine entsprechenden Funkzellen integriert hat, findet hier ein grundlegender Paradigmenwechsel statt und es entsteht Platz für neue Übertragungsstandards.

3.) Erfolgsfaktor App
Moderne Smartphones sind heute viel intelligenter als ihre Handy-Vorfahren. So haben nützliche Apps dem Smartphone den Erfolg beschert, den es heute genießt und die erhöhte Rechenleistung machen sich findige App-Entwickler in unterschiedlichster Weise zu nutze. Erste Anbieter, darunter auch wir, setzen beim Mobile Payment auf diesen Trend und bieten einfache, sichere Zahlungstechnologien in praktischer App-Form an.

4.) Sicherheit hat Priorität
Smartphones sind kein sicherer Ort für Daten. Eine Bezahllösung am Smartphone kann also nicht einfach eine virtuelle Bankomat- oder Kreditkarte auf dem Gerät sein – sensible Bankdaten haben dort nichts verloren. Diesem Problem sind sich mittlerweile alle Mitbewerber bewusst und erste Beispiele, wie etwa unsere Secure Shopping App, beweisen bereits, dass für Mobile Payment keine sensiblen Daten am Smartphone nötig sind.
Ich, meine Kollegen, zahlreiche Händler und Banken sind überzeugt, dass sich Smartphones in Zukunft zu einem beliebten und vielgenutzten Zahlungsmittel entwickeln werden. Wie es funktionieren kann, zeigen wir bereits seit über einem Jahr in Tirol, wo unsere Secure Shopping App als Österreichs erste Zahlungstechnologie fürs Smartphone im Echtbetrieb läuft.
Der Österreich-Rollout der Secure Shopping App ist für Herbst 2013 geplant.

* Der Autor Michael Suitner ist Gründer und Geschäftsführer des von SECURE PAYMENT TECHNOLOGIES, das die Zahlungstechnologie SECURE SHOPPING entwickelt und zum Patent angemeldet hat. Die App ermöglicht das Bezahlen mit Smartphone an Scanner-Kassen mittels Strichcode am Display – ohne Übertragung von sensiblen und persönlichen Daten im Bezahlvorgang.


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