„mSpy“: Spitzel-App für Möchtegern-NSA-Agenten

Die Spionage-App "mSpy" macht es möglich, die Handys des Partners, der Kinder oder der Angestellten abzuhören, SMS-Nachrichten mitzulesen und Aufenthaltsorte zu bestimmen. [...]

mSpy wird gern genutzt
mSpy wird gern genutzt

Einmal auf dem Smartphone installiert, ist die Software laut Hersteller für die überwachte Person nicht feststellbar. Über einen Online-Account können Hobbyspione die „Zielgeräte“, wie sie bei der App heißen, überwachen. „Ein sehr großer Teil unserer Kunden benutzt mSpy, um einen untreuen Ehepartner zu entlarven“, so Tatiana Ameri von mSpy.

Neben Anruf-, SMS- und GPS-Standort-Überwachung ermöglicht die App auch das Ansehen der Browser-Historie und der Liste der installierten Anwendungen, das Downloaden der Videos und Fotos vom Smartphone, sowie das Öffnen von Kalender, Notizen und Aufgaben. Möchtegern-NSA-Agenten können sogar von der Online-Kontrollkonsole aus das Zielgerät als Wanze für den großen Lauschangriff einsetzen, eingehende Anrufe von spezifizierten Nummern blockieren, bestimmte Webseiten sperren, das ganze Handy sperren oder alle Inhalte löschen.

Grundsätzlich lassen sich auch Skype-, Facebook-, Whatsapp- und Gmail-Nachrichten mitlesen, allerdings muss dafür die App mit sogenannten Root- oder Administrator-Rechten installiert werden, was nur fortgeschrittene User schaffen werden. MSpy gibt es für Android, iPhone und Symbian OS, laut Homepage werden iOS 7, neuere Versionen von iOS 6, Windows Phone OS und Blackberry 10 OS zurzeit aber nicht unterstützt. Das iPhone muss außerdem entsperrt sein (Jailbreak).

Die Abopreise für den Service beginnen bei 40 Dollar monatlich für Privatnutzer und 500 Dollar pro Halbjahr für Geschäftskunden. Der Zugriff auf die Online-Konsole kann von überall aus per Internet erfolgen, man muss sich nur einloggen. Die Synchronisation der Überwachungsdaten kann automatisch alle 30 Minuten oder manuell erfolgen. Die Konsole zeigt Übersichten mit erfassten Inhalten an. Auf einer Karte ist der Standort des Smartphones genau zu sehen.

Laut der Londoner Homepage dient mSpy vor allem zur Überwachung von Kindern oder Arbeitnehmern. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass derjenige, der spioniert, das überwachte Handy selbst besitzen muss oder die Zielperson einverstanden ist. Auch Ameri sagt: „Wir bitten unsere User sicherzustellen, dass sie die Zustimmung ihrer überwachten Ehepartner haben.“ Allerdings ist fraglich, ob eine Überwachung dann noch Sinn hätte. Die Werbung damit, dass die App „hundertprozentig“ unsichtbar sei, wäre auch überflüssig. (pte)


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