Nachbau-Druckertinte oft ein „guter“ Kompromiss

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat einige der aktuell am Markt erhältlichen Nachbau-Tintenpatronen getestet. Das Ergebnis: Deutliche Qualitätsunterschiede aber potenziell hohe Einsparungen. [...]

(c) frank peters - Fotolia.com

Der Preisunterschied zwischen Original- und Nachbau-Tinte ist verlockend. Doch es besteht weiterhin Verunsicherung bei den Anwendern, ob sie sich mit dem günstigeren Preis nicht auf lange Sicht Probleme einhandeln. Das ist auch nicht ganz unberechtigt, denn nicht nur im Preis der nachgebauten Patronen, auch in der Qualität gibt es teils deutliche Differenzen. Das bestätigt ein aktueller Test in der Juniausgabe der Zeitschrift KONSUMENT des VKI. Geprüft wurden 15 Nachbaupatronen für Drucker der Hersteller Brother, Canon, Epson und HP.

Das Ergebnis des Tests: Ob sich der Griff zur Nachbautinte lohnt, hängt vor allem vom gewählten Einsatzbereich ab. Während die Druckqualität bei Drittanbietern im Großen und Ganzen laut VKI tatsächlich etwas schlechter ausfällt als mit Originaltinte, kann sie in Teilbereichen (z.B. Fotoausdruck) fast ebenbürtig sein. Bei den Kosten dagegen sind Einsparungen von bis zu 70 Prozent möglich.

CHIPS GEGEN DRITTHERSTELLER
Den Geräte-Herstellern sind die nachgebauten Produkte verständlicherweise ein Dorn im Auge: Mit den Druckern selbst verdienen sie zumeist kaum Geld, Verbrauchsmaterialien wie Tinte und Papier sind die eigentlichen Umsatzbringer. Mit Warnungen vor schlechten Druckergebnissen oder Hardware-Mitteln wie Chips zur Identifizierung von Original-Patronen versuchen Sie das Geschäft der Drittanbieter einzudämmen. Zuweilen wird dem VKI zufolge auch mit Garantieverlust gedroht.

Den meisten Drittanbietern gelingt es jedoch, die Chip-Erkennung der Hersteller erfolgreich zu umgehen. Gleichzeitig können die Produzenten zwar die freiwillige Garantie, nicht aber die gesetzlichen Gewährleistungsrechte ausschließen. Bei der Druckqualität jedoch gibt es laut VKI tatsächlich Unterschiede, hier ist die Lage komplizierter: Bei den Nachdrucktinten lieferte für den Canon-Drucker Emstar das beste Ergebnis, knapp gefolgt von den Marken Peach und Pelikan. Bei Epson erzielte Edding ein „gutes“ Gesamtergebnis und bei HP schnitten sowohl Emstar, als auch Agfaphoto und Pelikan „gut“ ab.

Schlecht stand es dagegen um die Brother-Nachbauten von Peach und KMP. Mehr als die Hälfte der im Handel gekauften Patronen war dem VKI zufolge defekt oder wurden vom Drucker nicht erkannt. Zudem versagte KMP auch bei Canon, wobei es sich hier um ein mechanisches Problem handelte. In allen drei Fällen wurden die Produkte als „nicht zufriedenstellend“ bewertet.

Generell ist bei der Wahl der passenden Druckertinte ein sorgfältiges Abwägen zwischen Qualität und Preis nötig. Die Wahl einer Nachbaupatrone bedeutet in der Regel einen Kompromiss. Wer sich darauf einlassen möchte, sollte in jedem Fall auf die Produkte etablierter Drittanbieter zurückgreifen. Ebenfalls erhältliche No-Name-Tinten sind laut VKI nicht zu empfehlen. Bei Patronen, deren Herkunft unklar ist, wiegen die möglichen Probleme die erwartete Kosteneinsparung meist nicht auf.

Den ausführlichen Testbericht veröffentlicht der VKI ab 28.05. in der Juniausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und online unter http://www.konsument.at/konsument-home - external-link>www.konsument.at. (pi)

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