Neues Twitter-Feature zeigt versäumte Top-Tweets

Der Micro-Blogging-Dienst Twitter hat ein neues Feature eingeführt, mit dem die Betreiber sicherstellen wollen, dass der Nutzerschaft keinerlei wichtige Informationen durch die Lappen gehen. [...]

Neues Twitter-Feature: Nützlich oder ärgerlich? (c) Rudolf Felser
Neues Twitter-Feature: Nützlich oder ärgerlich?

„Recap“, so der Name der kürzlich vorgestellten Funktion, versteht sich dabei als eine einfache Möglichkeit, sich wichtige Meldungen, die man seit seinem letzten Einloggen auf der Seite noch nicht gesehen hat, automatisiert auf einen Blick anzeigen zu lassen. Auf diese Weise können die User schnell nachholen, was sie versäumt haben, ohne sich durch Millionen von Postings klicken zu müssen.

„Die Idee hinter dem neuen Feature ist es, unseren Nutzern einen komfortablen Weg zu eröffnen, um das Beste von dem, was man verpasst hat, finden zu können“, zitiert die New York Times Kevin Weil, Vice President of Product beim Social-Media-Unternehmen. Dabei sei es völlig gleichgültig, wie lange es her ist, seitdem man sich das letzte Mal auf der Seite eingeloggt hat. „Egal, ob es einen Tag oder nur eine Stunde her ist: Das Erste, was ich nach dem Einstieg zu sehen bekomme, ist eine kurze Zusammenfassung der interessantesten Tweets, die während meiner Abwesenheit getätigt worden sind. Erst danach kommen die anderen Inhalte“, so Weil.

Tatsächlich werden die per Recap gesammelten Postings auf dem eigenen Twitter-Kanal ganz oben noch vor allen anderen Meldungen positioniert. Das Feature, das laut Webseitenbetreiber bereits sofort in die entsprechende iPhone-App integriert werden soll und erst in einigen Wochen auch für Android-Geräte und die Desktop-Version verfügbar sein wird, sieht dabei Raum für drei unterschiedliche Top-Tweets vor. Wie genau diese von der im Hintergrund arbeitenden Software ausgewählt werden, wird vom US-Unternehmen nicht näher erläutert.

Aus User-Sicht ist zudem zu beachten, dass sich die per Recap eingeblendeten Meldungen weder abschalten noch editieren lassen. So kann man sich etwa nicht individuell aussuchen, wie viele Tweets angezeigt werden oder welche inhaltlichen Themen diese behandeln sollen. Auch ein gezieltes Aufrufen, um etwa die wichtigsten Posts der letzten zwölf Stunden herauszufinden, ist leider nicht möglich.

Mit Recap setzt Twitter nicht nur auf eine neue Strategie abseits der sonstigen Ausrichtung auf Echtzeit-Information, sondern hält auch ein Versprechen gegenüber den eigenen Investoren ein. Diesen hatte das Unternehmen im November letzten Jahres zugesagt, eine zusätzliche Funktion zu integrieren, die auch wichtige ältere Nachrichten, die von den Usern womöglich noch nicht gesehen worden sind, anzeigt. „Das längerfristige Ziel, das wir mit Recap und anderen kommenden Veränderungen verfolgen, ist es, dass Twitter den Usern zu jeder Zeit einen Einblick in das aktuelle Weltgeschehen geben soll“, betont Vice President Weil. (pte)


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