„Nimm bloß keinen Job bei uns an“

Laut einer Umfrage von karriere.at würde die Mehrheit der Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber nicht weiterempfehlen. [...]

(c) Jorge Casais - Fotolia.com

Das Recruiting neuer Mitarbeiter durch die Empfehlungen bestehender Teammitglieder hat in Österreich noch großes Potenzial. Dieser Schluss lässt sich aus den Ergebnissen eines aktuellen Online-Stimmungsbildes unter http://www.karriere.at/ - external-link>karriere.at-Usern ziehen. Während nämlich bereits 38 Prozent der befragen Unternehmensvertreter regelmäßig auf Empfehlungen aus dem Team zurückgreifen, empfehlen lediglich 17 Prozent der Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber ohne Einschränkung.

„Würdest du deinen Arbeitgeber weiterempfehlen?“, über diese Frage stimmten 469 karriere.at-User auf Arbeitnehmerseite per Online-Voting ab. Das ernüchternde Ergebnis: Nur 17 Prozent würden das ohne Einschränkung tun. Rund jeder Fünfte (21 Prozent) legt für seinen Dienstgeber ein gutes Wort ein, da nur Kleinigkeiten nicht stimmen. Ein Drittel (33 Prozent) antwortet mit „Eher nicht. Die Rahmenbedingungen stimmen nicht.“ Und 29 Prozent meint sogar, niemanden mit einer persönlichen Empfehlung ins Unglück stürzen zu wollen.
 
Eine weitaus größere Rolle spielt Empfehlungsmarketing hingegen für Recruitingverantwortliche (137 Befragte): 38 Prozent stellen regelmäßig Personal aufgrund von internen Empfehlungen ein. Noch mehr, 43 Prozent, greifen gelegentlich für bestimmte Positionen auf Tipps der Belegschaft zurück. Nur acht Prozent sehen diese Möglichkeit als letzten Ausweg und sagen: „Selten“. Für elf Prozent bewährt sich die Ansprache von potenziellen Mitarbeitern durch Teammitglieder überhaupt nicht.

„Grundlage für ein funktionierendes Recruiting durch Empfehlungen von Mitarbeitern ist eine positiv aufgeladene Arbeitgebermarke. Diese muss jedoch nicht nur nach außen wirken, sondern auch für das bestehende Team glaubwürdig sein“, kommentiert karriere.at-Geschäftsführer Jürgen Smid das Umfrageergebnis: „Beim Thema Employer Branding müssen die Mitarbeiter genauso im Fokus stehen wie potenzielle Kandidaten. Wird eine positive Kultur im Unternehmen gelebt, lässt sich diese auch leicht nach außen kommunizieren, was wiederum den Recruitingkanal über Empfehlungen öffnet. Es gibt keine glaubwürdigeren Unternehmensbotschafter als zufriedene Mitarbeiter“, ist Smid überzeugt. (pi/rnf)

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