OnLive macht dicht: Game Over für Games-Streaming

Der Games-Streaming-Anbieter OnLive steht vor dem Aus. Wie das Unternehmen bekannt gegeben hat, verkauft es seine Patente an Sony und wird nach dem 30. April dieses Jahres den Betrieb einstellen. Damit endet die wechselhafte Geschichte eines Dienstes, der das Spielen aufwendiger Games ohne teure Hardware ermöglicht hat und ursprünglich als potenzielle Entertainment-Revolution gehandelt wurde. Was Sony aus der Technologie macht, bleibt abzuwarten. [...]

Das Spiel ist aus für OnLive (c) CC BY-SA 3.0
Das Spiel ist aus für OnLive

Grafisch aufwendige Spiele dank Cloud auch ohne teuren Games-PC spielen, das war die Idee von OnLive. Die Technologie des Startups galt als vielversprechend, dennoch kam OnLive nie so richtig in die Gänge. Jetzt steht der Dienst vor dem Aus, die Technologie aber nicht unbedingt. Sony spricht davon, dass der Kauf „großartige Möglichkeiten für unsere Gamer“ schaffe und dem Konzern ein starkes Patent-Portfolio verschaffe. Ob und wie Sony die Technologie wirklich einsetzen wird, bleibt abzuwarten – immerhin betreibt er mit PlayStation Now bereits ein Streaming-Angebot. Es sei jedenfalls nicht geplant, den OnLive-Dienst weiterzuführen, wie das Unternehmenhttp://onlive.com/ - external-link> in seiner Abschiedsnachricht auf der eigenen Website mitteilt.

OnLive hatte mit seiner Idee einst für viel Aufsehen gesorgt. Immerhin versprach der Dienst die Möglichkeit, aufwendige AAA-Titel beispielsweise auch auf Tablets zu spielen. Daher hat 2010 auch die BT in das Unternehmen investiert, um ihr IPTV-Angebot um Gaming zu erweitern. Damals sahen Analysten das Konzept als potenziell perfekte Ergänzung. Doch konnte OnLive dem ersten Hype nie ganz gerecht werden.

Schon 2012 stand der Anbieter vor der Pleite und musste sich neu aufstellen. Der Fokus lag seither auf Games-Streaming für Steam-Kunden. Zu kämpfen hatte OnLive vor allem damit, zahlende Kunden zu gewinnen. Denn Gamer sehen den Bedarf nicht. Einer IDC-Studie zufolge hatten bis Mitte 2014 lediglich zwei Prozent aller Gamer jemals Geld für Streaming-Angebote ausgegeben, berichtet Cnet. Nur etwa jeder Achte hat das überhaupt in Betracht gezogen. (pte)

Twitter: choose like or share
LinkedIn: choose like or share
Google+ choose like or share
https://computerwelt.at/news/onlive-macht-dicht-game-over-fur-games-streaming/
RSS
Email
SOCIALICON

Mehr Artikel

Der Schlangenroboter kriecht dank Krigiami-Oberfläche.
News

Kriechender Schlangenroboter schafft 20 km/h

Schlangen und Kirigami, die japanische Papierschneidekunst, waren die Vorbilder für eine neuen geländegängigen Roboter. Wenn sich der Schlangenroboter streckt, verwandelt sich seine flache Kirigami-Oberfläche in eine 3D-Struktur, die sich wie eine Schlangenhaut an den Untergrund klammert und vorschiebt, ohne nach hinten wegzurutschen. […]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*