PC-Verkäufe durch Windows 8 nicht gesteigert

Wie Marktforscher berichten, konnte auch Microsofts neues Betriebssystem dem schwächelnden PC-Markt keine neuen Impulse verleihen. Der Absatz von Laptops mit dem Windows-Betriebssystem fiel seit 26. Oktober (Verkaufsstart von Windows 8) um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den ohnehin bereits kriselnden Desktop-Rechnern gab es einen Rückgang um weitere neun Prozent, so die NPD Group. [...]

Auch Windows 8 konnte den PC-Markt bisher nicht wiederbeleben. (c) apa
Auch Windows 8 konnte den PC-Markt bisher nicht wiederbeleben.

Damit gingen die Verkäufe in dieser Computer-Klasse insgesamt um 21 Prozent zurück. Traditionell ziehen dagegen PC-Verkäufe nach der Veröffentlichung einer neuen Windows-Version an, weil Kunden auf die neue Software gewartet haben. Die Zahlen von NPD umfassen weder Verkäufe an Unternehmen noch die des neuen Tablet-Computers Surface. Microsoft-Aktien lagen im Verlauf 1,4 Prozent im Minus in einem positiven Umfeld.
Enttäuschung für PC-Hersteller
„Nach nur vier Verkaufswochen ist es noch zu früh, Windows 8 die Schuld für die fortgesetzte Schwäche am PC-Markt zu geben“, sagte Stephen Baker von NPD. Noch stünden die Feiertage bevor. „Aber es ist klar, dass Windows 8 nicht den Anstoß für eine Wende beim Absatz geliefert hat, auf den einige gehofft hatten.“ Sollte sich der Trend über die Weihnachtsfeiertage fortsetzen, wäre dies nicht nur eine Enttäuschung für Microsoft, sondern auch für PC-Hersteller wie Dell, HP und Lenovo.
Quote bleibt hinter dem Vorgänger zurück
Windows 8 war NPD zufolge seit seiner Einführung nur auf 58 Prozent aller verkauften Geräte mit einer Variante des Microsoft-Betriebssystems zu finden. Bei dem Vorgänger Windows 7 habe 2009 die Quote zu diesem Zeitpunkt bereits 83 Prozent betragen. Schätzungen von StatCounter zufolge läuft Windows 8 gegenwärtig auf etwa einem Prozent der weltweit 1,5 Milliarden PCs. Das wären 15 Millionen Computer.
Der US-Konzern hatte am Dienstag erklärt, bisher seien 40 Millionen Windows-8-Lizenzen verkauft worden. Der Löwenanteil davon dürfte an PC-Hersteller gegangen sein, die das Betriebssystem auf ihren Geräten aufspielen, bevor diese an Firmen oder Einzelhändler verkauft werden.


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