QR-Codes werden zu 3D-Bild-Speichern

Ein Forscherteam rund um Bahram Javidi von der University of Connecticut hat eine Möglichkeit entwickelt, 3D-Bilder direkt in QR-Codes zu packen – ohne Umweg über das Internet. [...]

(c) centroacademico - Public Domain

Scanbare grafische QR-Codes könnten bald statt nur auf Webseiten auch auf 3D-Bilder verlinken. Die schwarzen und weißen Pixel in der Box, die durch das Scannen mit einer App zu Links werden, können auch auf virenverseuchte Seiten verlinken. Um das zu umgehen, hat das Forscherteam rund um Bahram Javidi von der University of Connecticut eine Möglichkeit entwickelt, auf sicherere Weise und ohne Zugriff auf das Internet Informationen über QR-Codes zu vermitteln.

„Wir haben eine Methode entwickelt, bei der wir QR-Codes gemeinsam mit handelsüblichen mobilen Geräten wie Smartphones verwenden, um zu ermöglichen, dass verschlüsselte 3D-Informationen sicher auf mobilen Geräten abgebildet werden können“, erklärt Javidi. „Die QR-Codes, die wir entwickelt haben, enthalten komprimierte und verschlüsselte Bilder, die für sichere, visuelle 3D-Kommunikation per Smartphone einfach gescannt, dekomprimiert und entschlüsselt werden können.“

Um die Idee zu realisieren, muss das 3D-Bild zuerst in einzelne 2D-Bilder aufgeschlüsselt werden, die aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen werden. Diese elementaren Bilder werden von Mikrolinsen aufgenommen, die in einer bestimmten Formation arrangiert sind und in ihrer Funktionsweise dem Auge einer Fliege mit seinen vielen winzigen Linsen gleichen.

Diese elementaren 2D-Bilder durchlaufen danach ein Programm, das sie komprimiert und verschlüsselt und die Bilddaten in einer Reihe von QR-Codes speichert. „Kein spezieller QR-Code-Reader und keine spezielle Technologie ist notwendig“, sagt Javidi über den nachfolgenden Entschlüsselungsprozess, um das 3D-Bild sehen zu können. Und gibt zu: „Aber wir haben noch keine App, die das im QR-Code gespeicherte Bild entschlüsseln und dekomprimieren kann, aber diese kann einfach entwickelt werden.“

Zu Testzwecken wurde statt einer App ein externer Computer verwendet, um das 3D-Bild wieder aus den 2D-Bildern zusammenzustückeln. Die Forscher erhoffen sich durch ihre Erkenntnisse qualitativ hochwertigere 3D-Bilder herstellen und die sichere Übertragung von Daten via QR-Code und Smartphone zu revolutionieren. (pte)

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