Ransomware-Bosse machen 90.000 Dollar im Jahr

Russische Ransomware-Bosse verdienen mit ihrer Erpresser-Software gut. Denn so ein Hintermann kommt im Schnitt auf 90.000 Dollar Jahreseinkommen, so das Ergebnis einer Analyse der Dark-Web-Forscher von Flashpoint. Dazu tragen auch Junior-Partner bei, die nicht einmal großes Vorwissen brauchen, um sich an kriminellen Aktivitäten zu beteiligen. Diese kleinen Fische verdienen allerdings auch nur 600 Dollar pro Monat - eher ein Zuverdienst als ein echtes Salär. [...]

Ransomware - ein lukratives Geschäft (c) CC0 Public Domain - pixabay.com
Ransomware - ein lukratives Geschäft

Erpresser-Software, die Festplattendaten verschlüsselt und dann Lösegeld fordert, steht hoch im Kurs. Das kommt laut Flashpoint nicht von ungefähr. „Ransomware zahlt sich für russische Cyber-Kriminelle sichtlich aus“, meint Vitali Kremez, Cybercrime-Intelligence-Analyst. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die eigentlichen Entwickler ihre Ransomware praktisch im Software-as-a-Service-Modell Partnern anbieten. Diese locken die eigentlichen Bosse mit der Aussicht auf einen leichten Zuverdienst.

„Selbst ein Schuljunge könnte das machen“, heißt es in einem Schreiben, mit dem ein Ransomware-Boss im Cyber-Untergrund Partner sucht. Denn er stellt nicht nur die Software bereit, sondern liefert auch Anleitungen, was ein Partner tun muss. Der braucht nur auf irgendeinem Weg – beispielsweise mit Spam, Social-Media-Tricks oder verseuchten Torrents – Opfer mit der Ransomware infizieren. Schon fließt das Lösegeld, in der Regel in Form von Bitcoins. Der eigentliche Hintermann nimmt dabei laut Flashpoint 40 Prozent Provision.

Zehn bis 15 Partner hat ein russischer Ransomware-Boss der Untersuchung von http://flashpoint-intel.com/ - external-link>Flashpoint zufolge, sodass er letztlich gut davon leben kann. Denn durchschnittlich 7.500 Dollar pro Monat sind das 13-Fache eines russischen Durchschnittseinkommens. Den Partnern bleiben im Schnitt nur vergleichsweise bescheidene 600 Dollar monatlich. Freilich liegt selbst dieser Betrag über dem russischen Durchschnittseinkommen. Somit scheint es nicht verwunderlich, dass Ransomware-Macher mit der Aussicht auf leicht verdientes Geld relativ einfach Partner finden. (pte)

Lesen Sie dazu auch unsere Artikel http://www.computerwelt.at/news/technologie-strategie/security/detail/artikel/115632-ransomware-kein-problem-sondern-ein-business/ - external-link>„Ransomware: Kein „Problem“, sondern ein Business“ sowie http://www.computerwelt.at/news/technologie-strategie/security/detail/artikel/115833-so-schuetzen-sie-ihr-unternehmen-vor-ransomware/ - external-link>„So schützen Sie Ihr Unternehmen vor Ransomware“.

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