Rennspiele bringen reale Raser hervor

Autorennspiele können dazu führen, dass die Gamer auch im realen Straßenverkehr riskantere Verhaltensweisen an den Tag legen. [...]

Rennspiele können die Risikofreudigkeit erhöhen – zumindest in simulierten Testsituationen. (c) Minerva Studio - Fotolia.com
Rennspiele können die Risikofreudigkeit erhöhen – zumindest in simulierten Testsituationen.

Zu diesem Ergebnis ist ein Forscherteam rund um Mingming Deng von der Xi’an Jiaotong University gekommen. Bei der Studie wurde auch ein in Österreich entwickelter psychologischer Test eingesetzt – der „Vienna Risk-Taking Test“.

Zu Beginn des Experiments vervollständigten die Probanden einen Persönlichkeitstest. Danach wurden die 40 Studenten in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe durfte 20 Minuten lang ein Autorennspiel spielen, die andere spielte Solitär. Nach einer fünfminütigen Pause wurde den Teilnehmern der Vienna Risk-Taking Test vorgelegt.

Bei diesem Test sehen die Befragten Videos von verschiedenen riskanten Situationen im Straßenverkehr, die aus der Fahrerperspektive gefilmt sind. Sie müssen dabei immer die Stopp-Taste drücken, wenn sie meinen, dass das Manöver zu riskant wird – die Autorennspieler taten das erst nach zwölf Sekunden, die Solitär-Spieler brachen im Schnitt bereits nach zehn Sekunden ab.

Auch die Persönlichkeit spielt dabei eine Rolle: Jene Teilnehmer, denen der Persönlichkeitstest mehr Abenteuerlust attestierte, handelten risikoreicher als die anderen. In einem zweiten Experiment, bei dem die Brutalität in den Rennspielen variiert wurde, kamen die Forscher zu der Erkenntnis: „Je höher das Intensitätslevel des Autorennspiels ist, desto höher ist die Neigung zu risikoreichem Verhalten beim Autofahren.“ (pte)

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