SAP Ariba soll Fertigung revolutionieren

Gemeinsam mit SAP lanciert das Unternehmen eine Kollaboration-Plattform für die vollständige Prozesskontrolle in der Cloud. Der Vorteil: optimierte Produktions- und Kostenstruktur, mehr Innovationskraft und höheres Wachstum, so die Herstellerangaben. [...]

Indem die Teilnehmer bei Konstruktion, Fertigung und Beschaffung koordiniert zusammenwirken, können sie Produktionsabläufe und Kosten optimieren. (c) Boggy - Fotolia
Indem die Teilnehmer bei Konstruktion, Fertigung und Beschaffung koordiniert zusammenwirken, können sie Produktionsabläufe und Kosten optimieren. (c) Boggy - Fotolia

Unter dem Namen Manufacturing Network präsentieren SAP Ariba und SAP eine cloudbasierte Plattform, die Unternehmen aller Art mit Fertigungsdienstleistern zusammenbringt, damit sie von der Konstruktion bis zum Einkauf nahtlos kooperieren können. Indem die Teilnehmer bei Konstruktion, Fertigung und Beschaffung koordiniert zusammenwirken, können sie Produktionsabläufe und Kosten optimieren, zusätzliche Innovationspotenziale erschließen und vielversprechende neue Betriebsmodelle wie 3D-Druck und Manufacturing-as-a-Service (MaaS) einführen. Die Ankündigung der Kollaboration-Plattform erfolgte auf der SAP Ariba Live, einer Business-Commerce-Konferenz, die ab heute im Amsterdamer Messe- und Konferenzzentrum RAI stattfindet.

„Die moderne Fertigung ist so verteilt und global wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit“, erklärt Vasee Rayan, Vice President Solutions Management von Ariba Network. „Um auch in dieser Welt erfolgreich zu sein, müssen die Unternehmen Menschen, Prozesse, Dinge und Daten miteinander verknüpfen. Genau darum geht es bei Netzwerken.“

Simon Ellis, Program Vice President Supply Chain bei IDC Manufacturing Insights, kann dem nur zustimmen. „Digitalisierte, smarte Lieferketten stellen jeden Hersteller vor neue Herausforderungen. Sie ermöglichen einerseits Effizienz- und Effektivitätsgewinne mit kurzfristigen ROI-Zuwächsen, erfordern andererseits aber eine neue Art der Geschäftstätigkeit und neue Kompetenzen“, so Ellis. „Indem sie branchenspezifische Netzwerke und Technologien nutzen, um einen End-to-End-Prozess zu erzielen, können die Hersteller die Leistungsfähigkeit ihrer Lieferketten steigern und damit auch die Kundenerfahrung verbessern.“

Mehr als 3,3 Millionen Käufer und Verkäufer nutzen das Ariba Network, um pro Jahr Transaktionen im Wert von mehr als 1,6 Billiarden US-Dollar abzuwickeln. Mit Manufacturing Network können sie nun nicht nur auf ein leistungsfähiges, weitgespanntes und schnelles Netzwerk, sondern auch auf die geballte Sachkenntnis von SAP zurückgreifen, um auf neuartige Weise zusammenzuarbeiten und dadurch die Fertigung zu transformieren.

Als Bestandteil der SAP Digital Manufacturing Cloud Suite ist Manufacturing Network das natürliche Bindeglied zwischen Ariba Network und der cloudbasierten SAP Distributed Manufacturing Lösung. Produzenten und Fertigungsdienstleister wie Anbieter von 3D-und CNC-Druckdienstleistungen und -materialien, OEMs und Zertifizierungsfirmen können damit über den gesamten Fertigungsprozess hinweg einfach und effizient zusammenarbeiten, von der Konstruktion und Qualitätssicherung über die Teileproduktion bis hin zur Einkaufsabwicklung.

Produzenten können auf der neuen Plattform ihre Konstruktions-, Beschaffungs-, Fertigungs- und Einkaufsprozesse zusammenführen und zentral managen, um:

  • gemeinsam Konstruktionsaufgaben zu lösen, Änderungen kenntlich zu machen und Alternativen vorzuschlagen,
  • konstruktionsbezogene Diskussionen und Daten mit Angebotsaufforderungen (RFQs) zu verknüpfen,
  • Teilepreise von einem oder mehreren Anbietern zu erhalten und den Kaufvorgang zu initiieren,
  • Daten und Prozesse, die für die Genehmigung von Fertigungsteilen notwendig sind, in den Sourcing-Prozess zu integrieren und für alle nachgeordneten Beschaffungsobjekte sichtbar zu machen,
  • Daten und KPIs mit allen relevanten Parteien zu teilen und
  • Fertigungsänderungen mit ihren Lieferanten zu koordinieren.

Lieferanten wiederum können neue Betriebsmodelle und Geschäftsfelder entwickeln, indem sie:

  • sich über ihre technischen Kompetenzen und Fähigkeiten von der Konkurrenz abheben,
  • die Anforderungen ihrer Kunden an Konstruktions- und Fertigungsteile besser verstehen und erfüllen können,
  • durch frühzeitige Einbindung in die Konstruktionsphase für eine optimale Kostenstruktur der Fertigungsteile sorgen und
  • Manufacturing-as-a-Service anbieten.
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