„Schluss mit den KI-Mythen“

Während KI zweifellos Unternehmen helfen kann, das Beste aus den Daten herauszuholen, müssen viele Mythen über KI ausgeräumt werden. Dies ist aus Sicht von Pure Storage nun auch in 2019 eine Gelegenheit für den Channel, mit seinen Kunden zusammenzuarbeiten, um Missverständnisse zu beseitigen. [...]

Die Wahrnehmung von KI ergibt sich oft aus der Art und Weise, wie sie durch die Medien- und Unterhaltungsindustrie präsentiert wird. (c) phonlamaiphoto - Fotolia
Die Wahrnehmung von KI ergibt sich oft aus der Art und Weise, wie sie durch die Medien- und Unterhaltungsindustrie präsentiert wird. (c) phonlamaiphoto - Fotolia

Daten sind ein Katalysator für Wachstum und Innovation, mit dem Potenzial, die Art und Weise, wie ein Unternehmen arbeitet und wie es seine Kunden bedient, zu verändern. Tatsächlich sind Daten so entscheidend für den Geschäftsbetrieb, dass vier von fünf Geschäftsführern in EMEA der Ansicht sind, dass ihre Arbeit ohne Daten unmöglich wäre. Dies ergab eine aktuelle Studie von MIT Tech Review Insights und Pure Storage.

Die schiere Menge der generierten Daten ist jedoch enorm, und die Geschwindigkeit, mit der sie erzeugt werden, nimmt zu. Um dies in den Kontext zu stellen, wird laut IDC allein das Datenvolumen des Internets der Dinge (IoT) im Jahr 2025 genauso groß sein wie die Menge aller im Jahr 2020 erzeugten Daten. Was also ist die Lösung, um all diese Daten verarbeiten und analysieren zu können? Hier kann die künstliche Intelligenz (KI) helfen. Die Studie ergab, dass 82 Prozent der Führungskräfte glauben, dass KI ein „Game Changer“ hinsichtlich der Art und Weise sein wird, wie sie Daten betrachten und verarbeiten.

Mythos 1: KI ist eine Zukunftstechnologie

KI ist weder ein futuristisches Konzept noch ist es Stoff der Science-Fiction. KI findet im Hier und Jetzt statt. Wenn Unternehmen jedoch die Möglichkeiten der KI ergründen und zu sehr in die wissenschaftliche Terminologie eintauchen, entfernen sie sich mitunter von praxisnahen Szenarien. Um dies zu verhindern, muss der Channel in der Lage sein, die realen Anwendungsfälle zu demonstrieren, die heute bereits in Unternehmen reale Ergebnisse liefern.

Allerdings ist ein großer Teil dieser Technologie neu, und neue Technologien bedeuten neue Fähigkeiten und Terminologien, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Die Studie zeigte, dass 37 Prozent der Führungskräfte einen Mangel an Ressourcen und Fachkräften als Hindernis für die Einführung von KI-Technologien bezeichneten. Deswegen ist dies ein Thema, das in naher Zukunft bestehen bleiben dürfte.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen Channel–Reseller sicherstellen, dass ihre Teams umfassend geschult sind. Die Teams sollten über KI-Kenntnisse verfügen, damit sie Kunden beraten, schulen und ihnen helfen können, fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Ausbildung von KI-spezifischen Teams muss jetzt beginnen, um in der bestmöglichen Position zu sein, Kunden kurz- und langfristig zu bedienen. In diesen Teams muss es Berater geben, die die Vorteile dieser Technologien auf verschiedenen Ebenen kommunizieren können, sei es an die Führungsetage, den IT-Manager oder sogar an einen Informatiker.

Mythos 2: Hollywood-Wahrnehmung vs. KI-Realität

Die Wahrnehmung von KI ergibt sich oft aus der Art und Weise, wie sie durch die Medien- und Unterhaltungsindustrie präsentiert wird. Nehmen wir zum Beispiel Hollywood-Filme. Der Begriff der „Roboterrevolution“ trägt dazu bei, dass Menschen in Unternehmen zweimal nachdenken, bevor sie die Möglichkeiten der KI erforschen. In Wirklichkeit wird der Begriff derzeit verwendet, um Technologien wie Automatisierung, maschinelles Lernen und Deep Learning zu erfassen. Genau diese Ansätze setzen sich heute in der Praxis durch, um zeitaufwändige Aufgaben zu eliminieren und es Unternehmen ermöglichen, große Datenmengen blitzschnell zu verarbeiten.

Zum Beispiel wird KI zur Diagnose und Analyse riesiger Datenmengen in Sekundenschnelle eingesetzt, um Krankheiten zu heilen, die bisher als unheilbar galten. Eine manuelle Datenanalyse würde hier Tage dauern und Fortschritte in der Forschung erheblich verlangsamen. Es gibt unzählige weitere Beispiele für KI-Technologien, die sich in fast allen Branchen positiv auswirken. KI unterstützt Versicherungsunternehmen bei der Analyse von Bildern von Unfallautos oder Sachschäden, um eine sofortige Schätzung für eine Schadenregulierung zu geben. Einzelhandelsunternehmen wenden KI an, um das Kundenverhalten zu erkennen und besser zu verstehen.

Channel-Partner müssen in der Lage sein, die Realität von KI, Automatisierung und maschinellem Lernen und die positiven Vorteile, die sie für die Unternehmen mit sich bringen können, zu demonstrieren. Die Einrichtung eines Demolabors für Kunden ist eine gute Möglichkeit, dies zu tun. Nur wenn Unternehmen reale Anwendungsfälle und Auswirkungen dieser Technologien zu sehen bekommen, können sie sich vom realen Potenzial selbst überzeugen.

Mythos 3: KI nimmt uns die Job weg

Für viele löst das Thema KI automatisch die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust aus, nicht zuletzt durch zahlreiche Berichte und sensationelle Schlagzeilen. Ein Beispiel dafür ist eine Studie des Centre for London, die davor warnte, dass fast ein Drittel der Arbeitsplätze in London innerhalb der nächsten 20 Jahre von Maschinen ausgeführt werden könnten. Fragen und Widerstände von besorgten Arbeitnehmern zu diesem Thema könnten ein weiteres Hindernis für die Einführung von KI darstellen.

Wo es jedoch Herausforderungen gibt, gibt es auch Chancen, und das Gespräch muss von „Ersetzen“ zu „Verbessern“ übergehen. Es gibt ebenso viele Studien, die auf den Nutzen von KI für die Belegschaft hinweisen, wobei eine Studie von Gartner zeigt, dass KI tatsächlich sogar mehr Arbeitsplätze schaffen wird.

Geschäftsführer und Arbeitnehmer müssen sich stattdessen darauf konzentrieren, wie KI ihre Rollen erweitern und verbessern kann – und auch hier ist der Channel gefordert. Reseller können Aus- und Weiterbildungsprogramme zu diesen neuen Technologien anbieten. Dies dient nicht nur dazu, dass Unternehmen diese Technologien in vollem Umfang nutzen können, sondern auch, um alle Bedenken im Zusammenhang mit KI auszuräumen. Es sind diese Arten von Dienstleistungen, die den Reseller als echten Geschäftspartner positionieren.

KI ist nicht Lichtjahre entfernt, sie ist nach Meinung von Pure Storage bereits da und entfaltet eine positive Wirkung. Angesichts ebenso vieler Möglichkeiten wie Herausforderungen, wie bei jeder neuen Technologie, werden viele Führungskräfte auf ihre Vertriebspartner zählen, die sie durch den Technologiedschungel leiten sollen. Channel–Reseller müssen Kunden über die Vorteile von KI informieren, reale Auswirkungen demonstrieren und mit jeder Ebene eines Unternehmens kommunizieren können. Dann werden sie zu einem vertrauenswürdigen Partner, der Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation optimal unterstützt.

*Güner Aksoy ist Regional Sales Director Central Europe bei Pure Storage.

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