Schülerhilfe-Lehrer unterrichten live in virtuellen Klassenzimmern

Die rund 100 Schülerhilfe-Standorte in Österreich sind wegen der Corona-Maßnahmen derzeit geschlossen. Ferien gibt es für die Nachhilfelehrer dennoch keine. Sie unterrichten ihre Schüler wie bisher in kleinen Gruppen mit drei bis maximal fünf Schülern pro virtuellem Klassenzimmer weiter. [...]

Markus Kalina Regionalleiter Österreich, Schülerhilfe und IQ Erwachsenenbildung)
Markus Kalina Regionalleiter Österreich, Schülerhilfe und IQ Erwachsenenbildung) (c) Schülerhilfe

Alles was die Kinder für die Online-Nachhilfe bei der Schülerhilfe benötigen, ist entweder ein Smartphone, ein Tablet, ein Notebook oder ein Desktop-PC. In den virtuellen Klassenzimmern können Schüler und Lehrer miteinander reden, sich über den Bildschirm sehen und gemeinsam Aufgaben bearbeiten. „Es ist fast genauso, als würden die Nachhilfe-Lehrer direkt neben den Schülern sitzen – nur eben online“, erklärt Markus Kalina, Repräsentant der Schülerhilfe in Österreich. „Die Schülerhilfe hat das Beste aus der digitalen und analogen Welt vereint und ein hochfunktionales System geschaffen, das den Präsenzunterricht derzeit komplett ersetzen kann“, so Kalina. Das bewährte Konzept – der Unterricht in kleinen Gruppen mit maximal fünf Schülern pro Klasse – wird auch bei „Schülerhilfe Digital“ beibehalten. Zudem erfolgt der Unterricht alters- und fachhomogen. Sobald die Präsenznachhilfe wieder durchführbar ist, geht es dann möglichst mit dem gleichen Nachhilfelehrer in der gleichen Gruppe vor Ort weiter.

Live-Unterricht und persönliche Stundenpläne

„Es ist enorm wichtig, dass die Schüler die Schulsperren nicht als Ferien betrachten, sondern dranbleiben und Wissenslücken schließen. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und haben daher auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen im Präsenzunterricht und unserer bisherigen digitalen Initiativen ein neues System implementiert, das technologisch extrem viel zu bieten hat“, betont Kalina. Die Live-Video‐Nachhilfe findet bis zu vier Mal pro Woche statt. Nach dem Login sehen die Schüler ihre persönlichen Stundenpläne für die nächsten Tage und wissen bereits vorab, welche Fächer und welcher Lernstoff um welche Uhrzeit durchgenommen werden. Schüler wie Lehrer schreiben unter anderem auch auf virtuellen Whiteboards, ähnlich wie bei Schultafeln.

Tipps für das Lernen zu Hause

„In Zeiten von Kurzarbeit und Ausgangsbeschränkungen ist die Betreuung in virtuellen Klassenzimmern auch eine große Entlastung für die Eltern, weil Familien derzeit viel gemeinsame Zeit zu Hause verbringen müssen“, erklärt Kalina. Zudem werde die digitale Medienkompetenz gestärkt, weil die Schüler im Alltag mit den verschiedenen Techniken vertraut gemacht würden.

Ein strukturierter Tagesplan ist aber auch beim OnlineLernen das Um und Auf, weil dadurch das Sicherheitsgefühl gestärkt wird. Gleiches gilt für Pausen. Weiters sollte unbedingt auf Abwechslung geachtet werden. Es sei nicht ratsam, Sprachen wie Englisch oder Französisch hintereinander zu lernen. Besser sei es, ein naturwissenschaftliches Fach einzuschieben, rät Kalina.


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