Schutz für IoT-Geräte und IoT-Netzwerke

Check Point Software Technologies startet eine integrierte Sicherheitslösung, die eigenen Angaben zufolge sogar Geräte schützt, die keine Patches erhalten. Die Lösung soll alle Bereiche abschirmen, von kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und Industrieanlagen über Gesundheitswesen und Unternehmen, hin zu intelligenten Städten und Gebäuden. [...]

Cyber-Kriminelle zielen auf IoT-Geräte in allen Branchen ab, einschließlich Medizin, Industrie, intelligente Gebäude und intelligente Büros. (c) nataliyahora - Fotolia
Cyber-Kriminelle zielen auf IoT-Geräte in allen Branchen ab, einschließlich Medizin, Industrie, intelligente Gebäude und intelligente Büros. (c) nataliyahora - Fotolia

Check Point Software Technologies erweitert sein Portfolio um eine integrierte Sicherheitslösung für den Bereich IoT. Sie schützt einer Presseaussendung zufolge gegen die fortschrittlichen Bedrohungen der sechsten Generation (Gen VI) und ermöglicht Prävention und Management der Gefahren, um sogar unbekannte Malware zu blockieren. Dabei arbeitet die Lösung auf Geräte- und Netzwerkebene und wird durch die Check Point Threat Intelligence im Hintergrund unterstützt, die Bedrohungsdaten in Echtzeit liefert.
 
Eine sehr wichtige Funktion der neuen Sicherheitslösung, so eine Aussendung: Sie ist in der Lage, auch IoT-Geräte zu schützen, die nicht mit Patches versorgt werden können oder unsichere Kommunikationsprotokolle nutzen. Diese Tatsache spiegelt das Risiko wider, dem sich die Unternehmen und Einrichtungen aussetzen, seit sie die Anzahl ihrer IoT-Geräte im Einsatz enorm erhöht haben. Hinzu kommt, dass häufig die IoT-Geräte von verschiedenen Herstellern stammen, daher die Übersicht verloren geht und Schatten-Geräte sich im Netzwerk aufhalten – unverwaltet und ohne Autorisierung.
 
Eine kürzlich für Check Point durchgeführte Umfrage unter weltweit 411 Sicherheits-Experten von Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern förderte konkrete Zahlen ans Tageslicht: Von den Befragten erklärten 90 Prozent, dass sich in ihrem Unternehmensnetzwerk auch Schatten-Geräte befinden, wobei 44 Prozent sogar sagten, dass mindestens die Hälfte aller IoT-Geräte mit dem Internet verbunden ist, ohne das Wissen der IT- oder der Sicherheitsabteilung. Nur 11 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen eine IoT-Sicherheitslösung vollständig eingeführt hat, während 52 Prozent zu Protokoll gaben, dass ihr Unternehmen gar keine IoT-Sicherheitslösung einsetzt. Die Folge: Allein in Nordamerika mussten 67 Prozent aller Konzerne und 82 Prozent aller Gesundheitseinrichtungen mit Zwischenfällen umgehen, die auf IoT-Geräte zurückzuführen waren. Der enorme Anstieg der Tele-Arbeit und damit der Fernzugriff von tragbaren Geräten wegen der Covid-19-Pandemie haben die Auswirkungen natürlich verstärkt.
 
„Die Zahl der an das Internet angeschlossenen IoT-Geräte nimmt zu und wird bis 2025 wohl bei 41,6 Milliarden liegen. Cyber-Kriminelle zielen auf IoT-Geräte in allen Branchen ab, einschließlich Medizin, Industrie, intelligente Gebäude und intelligente Büros, sodass Unternehmen der IT-Sicherheit eine hohe Priorität einräumen sollten. Angesichts der enormen Menge und Vielfalt von IoT-Geräten brauchen Organisationen eine einfache Möglichkeit, diese Sicherheit zu implementieren“, erklärt Robyn Westervelt, Research Director für Security & Trust bei IDC: „Die IoT-Protect-Sicherheitslösung von Check Point nutzt Automatisierung und Threat Intelligence, um die Risiko-Bewertung von Geräten, außerdem die Netzwerksegmentierung und die Prävention einfach zu implementieren und zu gestalten. Gleichzeitig bietet sie Schutz vor den raffiniertesten Cyber-Angriffen.“
 
Check Point IoT-Protect ermöglicht Sicherheits- und Policy-Management auf Netzwerkebene und arbeitet zusammen mit den Security Gateways und IoT-Nano-Agents. Sie lässt sich außerdem in die gängigen IoT-Sicherheitsplattformen integrieren.

 
Itai Greenberg, VP of Product Management von Check Point, warnt „Von IP-Kameras bis hin zu intelligenten Aufzügen, medizinischen Geräten und industriellen Steuerungen sind viele IoT-Geräte von Natur aus anfällig und leicht zu knacken. Aber die Sicherung dieser wachsenden Netzwerke ist aufgrund ihrer Vielfalt eine große Herausforderung – was bedeutet, dass die Organisationen selbst extrem anfällig für Angriffe werden. IoT Protect ist einzigartig, da es Unternehmen eine komplette, durchgängige Sicherheitsstruktur bietet, die sowohl auf Netzwerk- als auch auf Geräteebene schützt und einfach einzurichten wie auch zu verwalten ist. Dadurch können selbst ältere, nicht mehr anpassbare Geräte gegen alle Arten von Angriffen geschützt werden, wodurch Unterbrechungen und Schäden an kritischen Prozessen verhindert werden.“
 
IoT Protect bietet eigenen Angaben zufolge das branchenweit größte IoT-Discovery-Ökosystem zur Sicherung von Hunderttausenden von IoT-Geräten. Check Point unterhält ein offenes Netzwerk von Technologiepartnern, die auf die Entdeckung und Klassifizierung von IoT-Geräten spezialisiert sind. Die IoT-Sicherheitstechnologie-Partner von Check Point sind Armis, Claroty, MediGate und Ordr. IoT Protect unterstützt über 1600 IoT- und OT-Protokolle, Anwendungen und Befehle ab Werk und ermöglicht die Einhaltung von ‚Best Practices‘ für Vorschriften verschiedener Behörden und Verordnungen, wie US-HIPAA, NERC CIP, EU-DSGVO und viele andere. Die marktführenden Funktionen zur Prävention werden von Check Point ThreatCloud, der weltweit größten und leistungsstärksten Bedrohungsdatenbank, unterstützt.


Mehr Artikel

News

YouTube-KI verschärft Altersbeschränkungen

Google-Tochter YouTube will Altersbeschränkungen bei Videos mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) stärker durchsetzen. Ab jetzt werden deutlich mehr Inhalte einen Account-Login erfordern, mit dem User ihre Volljährigkeit nachweisen müssen. Kinder und Jugendliche sollen dadurch weniger verstörende oder hasserfüllte Videos sehen. […]

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*