Seidel Electronics Group vor Übernahme durch thailändische SVI

SVI PCL hat eine Vereinbarung zur Übernahme des österreichischen Auftragsherstellers Seidel Electronics Group getroffen. Der künftige Eigentümer zählt weltweit zu den Top 50 Unternehmen im Bereich Electronic Manufacturing Services (EMS). [...]

Maximilian Seidel
Maximilian Seidel

Der an der thailändischen Börse gehandelte Auftragsfertiger SVI Public Company Limited mit Sitz in der Nähe von Bangkok und Repräsentanzen in Dänemark, China und Japan hat die geplante Übernahme des österreichischen Mitbewerbers bekannt gegeben. „Da es kaum Marktüberschneidungen zwischen den Unternehmen gibt, können wir durch die Übernahme Synergien heben und unsere Marktpräsenz, vor allem in der DACH-Region, ausbauen“, erklärt Pongsak Lothongkam, CEO der SVI. Die SVI Public Company Limited zählt weltweit zu den Top 50 Unternehmen im Bereich Electronic Manufacturing Services und hat im Geschäftsjahr 2014 mit rund 2.400 Mitarbeitern einen Umsatz von 257 Mio. DOllar erwirtschaftet.

Die Seidel Electronics Group ist ein österreichischer Anbieter von Electronic Manufacturing Services (EMS) und erwirtschaftete mit seinen Standorten in Österreich, der Slowakei, Ungarn und Slowenien einen Umsatz von 90 Mio. Euro. Das Unternehmen deckt mit rund 700 Mitarbeitern die komplette Auftragsfertigung von elektronischen Baugruppen, Komplettgeräten, Kabeln und Systemen ab. Vom Design bis zum fertigen Produkt ist das Unternehmen Outsourcing-Partner für Dienstleistungen rund um die Fertigung elektronischer Produkte.

Die Branche der Auftragsfertigung war in den vergangenen Jahren einem starken Wandel unterworfen: Globaler Wettbewerb und niedrige Preise entscheiden mittlerweile über den Unternehmenserfolg. Ohne das Produktionsangebot in Osteuropa und Asien ist ein Auftragsfertiger nicht mehr wettbewerbsfähig, so die Seidel Electronics Group in einer Aussendung. Unternehmen in Asien profitieren wiederum vom Know-how europäischer Anbieter. „Für die SVI ist Europa bereits heute ein wichtiger Markt, der bislang ohne Produktionsstätten beliefert wurde. Daher würde Seidel mit seinen Standorten, seinem Qualitäts- und Lieferkonzept unsere Wachstumsstrategie sehr gut ergänzen“, so Pongsak Lothongkam abschließend.

Von der Übernahme sollen sowohl Kunden der Seidel Electronics Group, als auch Kunden der SVI profitieren: Während SVI mit wichtigen Standorten und einem erfahrenem Team in Österreich und Osteuropa Zugang zu den lokalen Märkten gewinnt, erschließen sich für das österreichische Unternehmen neue Möglichkeiten in Asien aber auch in Skandinavien, wo man bisher nicht vertreten war. Durch Bündelung der Ressourcen und neue Kunden sollen gemeinsam Synergien erzielt und das Unternehmen aufgewertet werden. Das Führungsteam von SVI soll einen reibungslosen Ablauf der Integration der Seidel Electronics Group ermöglichen und die richtigen Rahmenbedingungen für die gemeinsame und erfolgreiche globale Weiterentwicklung setzen. (pi)


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