Canon Future Book Forum 2018: Intelligentes Wachstum

Digitalisierung als Chance für Verlags- und Druckbranche [...]

(c) Canon
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Am 21. und 22. November fand dieses Jahr bereits zum sechsten Mal das „Canon Future Book Forum“ statt. Das weltweit größte Aufeinandertreffen von internationalen Verlagen, Buchdruckern, Buchhändlern und Branchenbeobachtern im Canon Customer Experience Center in Poing bei München war wieder ein voller Erfolg. Die diesjährige Thematik: intelligentes Wachstum. Wie werden Technologie und Daten die Zukunft des Publishing vorantreiben?

Das Future Book Forum ist eines der einflussreichsten und innovativsten Events der Branche mit zwei Tagen voller spannender Präsentationen und Workshops. Während sich am ersten Tag alles um Strategien drehte, wurde am zweiten Tag vor allem deren Umsetzung in der Branche thematisiert. Fazit: Daten in all ihren Facetten haben das Potenzial, die Verlagsbranche zu verändern und damit das Wachstum voranzutreiben. Und mit mehr Akteuren als je zuvor hat die Branche heute Zugriff auf mehr Daten als je zuvor. Die Herausforderung besteht darin, zu entscheiden, welche Daten verwendet werden sollen, wie man sie sinnvoll einsetzt und wie man sie nutzt, um Unternehmensstrategien erfolgreich zu überdenken.

In Zeiten, in denen Verleger nicht mehr nur miteinander konkurrieren, sondern schlichtweg um die Zeit und Aufmerksamkeit der Leser kämpfen, ist es essenziell, zielgruppengerechte, maßgeschneiderte Inhalte zu liefern. Es geht nicht nur darum, Daten zu sammeln, sondern vielmehr, diese sinnvoll zu nutzen. Das geht nur durch eine intelligente Auswertung von Customer Insights. Nick Morris, Mitbegründer von Canvas8, sagt dazu: „Die Zielgruppe zu verstehen, ist der Schlüssel, mit dem sich ihr Potenzial erschließen lässt. Verlage müssen mehr tun, um überlegte Produkte und Lesererfahrungen zu liefern. Wenn sie das richtig machen, haben sie die Möglichkeit zu intelligentem Wachstum. Wenn sie es jedoch falsch angehen, könnten sie am Ende ihrer Marke sogar schaden.“

Ein immenses Potenzial für Verleger und Autoren liegt daher in Online-Communities. So kann zum Beispiel eine Facebook-Gruppe zum Thema „Ernährung“ schnell und repräsentativ Aufschluss darüber geben, welche Titel für den Markt und die entsprechende Interessengruppe aktuell von Relevanz sind. Speziell auch für self-published Autoren sind Online-Communities von großer Bedeutung. Denn da Eigenverlage prinzipiell digitaler veranlagt sind, können sie heutzutage große Erfolge feiern – auch ohne traditionelle Verleger, welche selbstveröffentlichende Autoren bis dato ignorierten oder vom Markt zu verdrängen suchten.

Zusammenfassen kann man es gut mit den Worten von Mark Allin (ehemaliger CEO von John Wiley). Er erklärte, warum Verlage mit ihren Geschäftsmodellen drastischer sein sollten: „Verlage müssen Vertrauen haben, neue Ideen auszuprobieren. Dies erfordert jedoch einen kulturellen Wandel in der Branche und ein umfangreiches Engagement für erfolgreiche Innovationen. Verlage müssen die ihnen zur Verfügung stehenden Werkzeuge und Technologien nutzen, um ihrer Lesergemeinde näher zu kommen, um Innovationen zu fördern und das Wachstum voranzutreiben.“

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